Leserbriefe

Hanno Schmiedel (Titisee-Neustadt)

Von Hanno Schmiedel (Titisee-Neustadt)

Mi, 16. September 2020

Titisee-Neustadt

GEPLANTE SCHULGRÜNDUNG

Schlechtreden staatlicher Schulen
BZ vom 8. September, Seite 15: "Bemühungen für eine Waldorfschule"
Detlef Ditz-Burk versichert, er wolle "nicht das staatliche Schulwesen schlechtmachen". Aber er tut es, weil er den staatlichen Schulen vorwirft, die Kinder würden "mit Fachwissen gefüttert, müssten auswendig lernen und würden anschließend viel wieder vergessen." Er stimmt somit einer Veröffentlichung des Bundes der Freien Waldorfschulen zu, in der den staatlichen Schulen vorgeworfen wird, ihre Unterrichtszeit werde "in 45-Minuten-Stunden zerhackt", in Fremdsprachen gebe es "mühseliges Vokabelpauken", die Schüler würden in "Begabte und Nichtbegabte" sortiert, zwischen Lehrer und Schüler schiebe sich störend das Lehrbuch, während in den Waldorfschulen "das Menschliche" vorherrsche, so dass die Schüler "an Leib und Seele keinen Schaden" litten. Die staatlichen Schulen genössen auch die finanzielle Unterstützung unseres "totalitären Steuerstaats", der alle freien Gelder an sich ziehe, den angeblich besseren Waldorfschulen die finanzielle Unterstützung aber verweigere.

Hanno Schmiedel, Titisee-Neustadt