Leserbriefe

Gudrun Weber (Lahr )

Von Gudrun Weber (Lahr )

Do, 09. Januar 2020

Lahr

SILVESTERBÖLLEREI

Lichtshow wäre eine Alternative
Zum Artikel "Feuer und viel Dreck zu Silvester" (BZ vom 2. Januar) meldet sich eine Leserin kritisch zu Wort.

Bei der Silvesterböllerei ist es wie bei der Völlerei: Bei dieser platzt fast der Magen, bei zu viel Feuerwerk den Umweltaktivisten der Kragen. Zu Recht würde ich hier sagen. Man kann alles in Maßen praktizieren. Anderweitig kann es beim Silvesterknallen passieren, dass man nicht nur bei dickem Nebel kaum etwas sieht, sondern die verschmutzte Luft selbst bis zum Neujahrsmorgen nicht abzieht.

Hierzu hätte ich guten Rat parat: Am letzten Tag des Jahres würden limitierte Abgaben der Böllersortimente dazu führen, die umweltbelastende Knallerei zu reduzieren. Dann müsste auch der städtische Reinigungstrupp nicht immer unzählige Überstunden leisten. Für diejenigen, die nach der Böllerei ihren Müll einfach liegenlassen, sollte es zukünftig empfindliche Geldstrafen geben. Und warum nicht zentral für das Feuerwerk eine Fläche reservieren, eine zeitlich begrenzte Party ab Mitternacht organisieren, außerdem genügend Abfallbehälter platzieren? Viele Leute würden diese Vorteile des gemeinsamen Feierns sicher zu schätzen wissen. Auch die Brand-, Verletzungs- und Sachbeschädigungsgefahr würde minimiert, Polizei, Feuerwehr und Mediziner entlastet. Auf dem Marktplatz, dem Hausberg oder dem LGS-Gelände unserer Stadt hätte eine Laser- oder Lichtshow genügend Platz. Das wäre doch eine Alternative.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, das weiß doch jedes Kind. Für die Verantwortlichen gilt es jetzt rasch darüber zu diskutieren, um dann rechtzeitig eine ungefährliche, akzeptable Lösung zu präsentieren. Gudrun Weber, Lahr