Leserbriefe

Raimund Amann

Von Raimund Amann (Sasbach)

Di, 23. Juni 2020

Leserbriefe Breisgau

SCHWIMMBÄDER IN DER REGION
"Wo sollen sich die Menschen abkühlen?"
Zum Artikel "Schwimmbad bleibt vorerst geschlossen" in der BZ vom Samstag, 13. Juni, erreichte uns folgende Leserzuschrift:
Zurückliegend wurde mehrfach über die (Nicht-) Öffnung von Freibädern mit starken Einschränkungen berichtet. Manche Betreiber wollen deshalb ihre Freibäder nicht öffnen oder nur für eine eng begrenzte Besucherzahl. Die nächsten Hitzetage (Wochen) sind zu erwarten! Wo sollen die Menschen sich dann abkühlen können? Die Baggerseen waren jetzt schon und in den zurückliegenden Jahren
immer überlaufen. Wenn jetzt die Freibäder geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet sind, wird sich dies noch deutlich verstärken (Chaos an Baggerseen zu erwarten)!

Dieses Jahr bleiben zudem viele zuhause, da im Ausland nur begrenzt Urlaub möglich ist! In Freibädern sind die allgemeinen Hygieneregeln besser einzuhalten beziehungsweise zu überwachen (im Freien sowieso deutlich geringe Ansteckungsgefahr nach den Virologen). Eine allgemeine Begrenzung der Badbesucher auf circa 90 Prozent der üblichen Kapazität wäre sicherlich machbar. In den Freibädern ist das Wasser gechlort im Gegensatz zu den Baggerseen oder sonstigen freien Gewässern. Weiterhin ist mit einem Anstieg möglicher Badeunfälle (Badetoten) in Baggerseen zu rechnen.

Für die Menschen sollten die Betreiber von Freibädern auf jeden Fall bemüht sein, ihre Bäder zu öffnen und die Landesregierung die starken Einschränkungen lockern – aber nicht erst, wenn der Sommer vorbei ist.

Ob diese (unverhältnismäßigen) Einschränkungen vor einem Verwaltungsgericht Bestand hätten, erscheint zumindest fraglich.Raimund Amann, Sasbach