Circolo

"Lob von allen Generationen"

Fr, 05. November 2021 um 10:30 Uhr

Anzeige Christoph und Adelheid Mack, die Macher des Weihnachtscircus Circolo, freuen sich im Interview, dass sie nach der Pandemie-Pause wieder in glückliche Gesichter im Rund ihrer Manege blicken können.

Was hat Sie 1995 dazu bewogen, den Weihnachtszirkus Circolo ins Leben zu rufen? Können Sie bitte kurz schildern, wie alles begann und sich im Laufe der Zeit zu einer beliebten Institution entwickelte?

Christoph Mack: In Freiburg gab es ab Mitte der 1990er Jahre in der Weihnachtszeit das "Freiburger Zirkusfestival". Als der Veranstalter Clemens Zipse 2004 ankündigte, dieses Festival letztmalig anzubieten, haben wir uns bei der Stadt Freiburg um die Weiterführung beworben. Schließlich war es schon ein Kindertraum von mir gewesen, einmal Zirkus zu machen und wir hatten ja auch schon 15 Jahre Erfahrung mit dem "Variété am Seepark".

Adelheid Mack:
Zunächst wollten wir den Zirkus neu erfinden. Das hat unserem Publikum aber gar nicht gefallen. Mit der Zeit haben wir verstanden, was das Publikum von einem Zirkus in der Weihnachtszeit erwartet: perfekte Darbietungen, etwas zum Lachen und eine Portion Nervenkitzel. So entwickelte sich der Circolo zu einem echten Publikumsmagneten.

Gab es in all den Jahren ein besonderes Highlight, an das Sie sich besonders gerne erinnern oder auf das Sie immer wieder angesprochen werden?

Christoph Mack: Highlights gab es eigentlich in jedem Programm. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns und dem Publikum der Pantomime Daniel aus Paris. Aber auch die nervenzerfetzenden Auftritte von Lasdislav Kaiser in zwölf Metern Höhe auf dem Seil ohne Netz.

Die Pandemie hatte im vergangenen Jahr auch den Weihnachtszirkus ausgebremst. Wann sind Sie bei allen Unwägbarkeiten in die Planung für 2021 gegangen?

Adelheid Mack: Wir haben im Sommer 2020 die bereits gekauften Karten, soweit das möglich war, auf 2021 verschoben. Ein Teil der Karten wurde auch zurückgegeben. Bereits im September 2020 haben wir den Vorverkauf für dieses Jahr geöffnet – in der Hoffnung, dass wir wieder spielen können. Das Programm von 2020 wurde für dieses Jahr übernommen. Wir wollen allen Gästen einen möglichst unbeschwerten Besuch ermöglichen, müssen uns aber wie alle anderen Veranstalter an die aktuellen Corona-Regeln halten.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Künstler und Künstlerinnen in diesem Jahr ausgesucht? Gab es pandemiebedingte Einschränkungen?

Christoph Mack: Wir haben ja die Künstlerinnen und Künstler für dieses Jahr schon 2019 gebucht. Momentan gibt es einige Einschränkungen: So bekommen Künstler aus der Ukraine und anderen Ländern kein Ausreisevisum. Wir konnten aber schon einige tolle Ersatznummern buchen.

2021/22 ist durch den Neustart eine ganz besondere Weihnachtscircus-Saison. Mit welchen Gefühlen gehen Sie in diese Zeit?

Adelheid Mack: Die Pandemie hat die Gesellschaft verändert. Es wurde große Angst vor einer Ansteckung geschürt, viele Leute sind eingeschüchtert und müssen erst wieder lernen nach "draußen" zu gehen. Wir hoffen, dass die Menschen im Laufe des kommenden Jahres wieder unbeschwerter werden. Erst dann werden Veranstaltungen wie das Variété oder der Circolo wieder in gewohnter Form stattfinden.

Wenn man sich im Zirkuszelt umschaut, sind alle Generationen vertreten. Vor allem sieht man viele Großeltern mit ihren Enkeln. Bekommen Sie von diesen spezielle Rückmeldungen?

Christoph Mack: Zur Weihnachtszeit kommen oft alle Familienmitglieder zusammen. Was macht man mit so unterschiedlichen Menschen? Viele Großeltern laden ihre ganze Familie in den Circolo ein. Oft sieht man beim Kommen dann Jugendliche, die in den Zirkus "gezwungen" wurden. Wenn diese dann nach zweieinhalb Stunden lachend den Circolo verlassen, ist das die schönste Bestätigung für unsere Arbeit. Wir bekommen Lob von allen Generationen – das hilft uns sehr dabei weiterzumachen!
Ab dem 18. Dezember verzaubert der Circolo seine Zuschauer. Auf www.circolo-freiburg.de erfahren Sie alles Wissenswerte zu Zeiten, Eintrittskarten und Programm.