Der lange Weg von der UdSSR nach Lörrach

Claudia Gabler

Von Claudia Gabler

Do, 26. Januar 2012

Lörrach

BZ-INTERVIEW mit dem Historiker Jan Arend über sein Buch, in dem er Lebenserfahrungen von eingewanderten Lörracher Juden dokumentiert.

LÖRRACH. Viele Juden aus der ehemaligen Sowjetunion leben heute im Raum Lörrach, wo sie auch das Leben der israelitischen Gemeinde prägen. Wie war ihre Situation in der UdSSR? Was bedeutet es für sie, in Deutschland zu leben? Antworten will das jetzt erschienene Buch "Jüdische Lebensgeschichten aus der Sowjetunion. Erzählungen von Entfremdung und Rückbesinnung" von Jan Arend geben. Der junge Münchner Historiker analysiert darin die Erzählungen von sowjetischen Juden, die heute im Raum Lörrach leben. Claudia Gabler hat mit Jan Arend gesprochen.

BZ: Herr Arend, der Zweite Weltkrieg ist lange vorbei. Sowjetunion und DDR sind Geschichte, Juden in Deutschland können ihren Glauben leben. Warum ist Ihre Forschung heute von Relevanz?

Arend: Ich glaube nicht daran, dass Geschichte jemals "vorbei" ist. Wir tragen sie in Erinnerungen und Erzählungen in die Gegenwart. Und Erinnerungen und Erzählungen geben uns Orientierung und Identität. Wir Historiker beschäftigen uns heute mehr und mehr mit diesem Phänomen und nennen es "Erinnerungskultur". In meinem Buch geht es ebenso sehr um das Vergangene wie um die heutigen, für sowjetische Juden ...

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