Fasnacht

Lörracher Narrengilde und Narrenzunft haben Planungssicherheit

Barbara Ruda & BZ

Von Barbara Ruda & BZ-Redaktion

Mo, 18. Oktober 2021 um 15:59 Uhr

Lörrach

Die Lörracher Narren – sowohl die Gilde als auch die Zunft – blicken zuversichtlich auf die Saison. Schnäggeesse, Zunftabend, Gugge-Explosion und Umzug sollen stattfinden.

Die Lörracher Narren – sowohl die Gilde als auch die Zunft – blicken zuversichtlich auf die Saison. Hintergrund ist die Ankündigung des Landes Baden-Württemberg von vergangener Woche: Fasnacht soll nicht nochmal ausfallen, sondern mit Lösungen im Außenbereich und der 2G-Regel in Innenräumen stattfinden können.

Limitierte Platzzahl beim Schnäggeesse

An ihrem Konzept für den 11.11. will die Narrenzunft nichtsdestotrotz festhalten. Das Schnäggeesse soll in kleinerem Rahmen wieder wie gewohnt im Brauhaus Lasser stattfinden – aber nicht öffentlich, sondern mit auf etwa 80 Personen gedeckelter Gästeanzahl. Gäste sollen vorzugsweise diejenigen sein, die der Zunft über Jahre hinweg schon die Treue halten. Auf jeden Fall werde man sich an die Vorgaben halten, die das Brauhaus Lasser tagesaktuell macht. Wie Oberzunftmeister (Ozume) Andreas Glattacker erklärt, wolle man nicht sofort alles ausnutzen, was bis dahin freigegeben wurde, sondern sich die Situation mit "gesundem Menschenverstand" anschauen.

Mit dieser Einstellung und Bedacht gehen Andreas Glattacker und seine Kollegen ebenfalls an die Planungen für den Zunftabend. Auch hier setzen sie auf Eigenverantwortung. Aus diesem Grund wollte man von 216 auf höchstens 150 Gäste reduzieren. Nach den neuen Verlautbarungen aus Stuttgart könne man bei der Anzahl vielleicht noch etwas hoch gehen, sagt der Ozume. Es werde die 2G-Regel gelten. Die Garniturtische sollen durch die Tische, die sonst in der Halle stehen, ersetzt und zudem auseinandergezogen werden.

Die Narrengilde Lörrach geht davon aus, dass die Fasnacht 2022 weitgehend im gewohnten Rahmen stattfinden kann. Die Planungen sind entsprechend in vollem Gange. Zur Lasser-Gugge-Explosion werden 43 Formationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet. Zum Umzug am Fasnachtssonntag darf man sich, nach einem Jahr Pause, wieder auf einen Querschnitt der alemannischen Fasnacht in mehr als 111 Gruppen und Musiken freuen. Auch die anderen traditionellen Veranstaltungen der Lörracher Fasnacht sind in Vorbereitung.

2G-Regel für Innenstadt denkbar

Natürlich seien sich die Lörracher Narren bewusst, dass aufgrund der zwar abklingenden, aber nach wie vor aktiven Pandemie möglicherweise gewisse Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. So wären die Narren dazu bereit, die Innenstadt großräumig abzusperren, um Zertifikate zu überprüfen, schreibt die Narrengilde. Denkbar wäre hier eine 3G-Regelung für Veranstaltungen im Freien und eine 2G-Regelung für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen oder auch eine umfassende 2G-Regelung für alle Bereiche. Natürlich sollen die Regelungen in gleicher Weise für Aktive wie Gäste gelten. Im Falle von Zertifikatslösungen im Freien wären dezentrale "Check Points" denkbar, wo Gäste ihr Zertifikat überprüfen lassen und zum Nachweis an den Sperrstellen ein Veranstaltungsbändchen erhalten könnten.

Die ursprüngliche Idee, die Fasnacht durch einen Händlerjahrmarkt und einige Karussells zu ergänzen, wird wohl um ein Jahr verschoben – zu groß seien hier die Unwägbarkeiten in der Pandemie. Die Narren hoffen diesbezüglich auf 2023. Freuen darf man sich bereits auf den "Dällerschlä[email protected]". Die Meringue-Schnägge aus Pandemiezeiten wird es definitiv auch im kommenden Jahr geben. Zusätzlich zum "silbernen Schnägg" gibt es dann auch zahlreiche Sofortgewinne für die teilnehmenden "Dällerschlägger".