Fasnacht

Lörracher Narrenzunft blickt zuversichtlich auf die nächste Saison

Barbara Ruda

Von Barbara Ruda

Fr, 12. August 2022 um 15:56 Uhr

Lörrach

Die Pandemie hat den Lörracher Narren die Fasnacht 21/22 weitgehend durchkreuzt. Trotz der weiterhin schwelenden Pandemie planen die Fasnächtler nun aber zuversichtlich die Saison 22/23.

Pandemiebedingt lief auch die vergangene Fasnachtsaison Jahr bei der Narrenzunft in puncto Fasnacht erneut nicht allzu viel. Anders als bei der Hauptversammlung vor einem Jahr noch erhofft, zerschlug Corona im Herbst wieder alle Pläne. Und jährlich grüßt das Murmeltier: "Letztes Jahr um die gleiche Zeit haben wir auch zusammengehockt und einen Ausblick in die Zukunft gewagt, und genau an diesem Punkt stehen wir heute wieder", stellte Oberzunftmeister Andreas Glattacker bei der Hauptversammlung am Donnerstagabend im Gasthaus Kranz fest. Nach dem Willen der Zunftmeister soll sich das in der Saison 2022/2023 ändern. "Der elfte August als Termin für die Versammlung ist von uns bewusst gewählt worden, denn mit der Zahl elf haben wir immerhin schonmal den ersten sicheren närrischen Termin in der laufenden Saison, den uns niemand mehr nehmen kann", so der Oberzunftmeister bei seiner Begrüßung.

Rückblick

Trotz der Pandemie haben Narrenzunft und -gilde eine Losung samt Plakette gefunden, mit der Bundestagsabgeordneten Diana Stöcker gab es auch eine Protektorin. Am Ölfti Ölfti konnte die Zunft ihr traditionelles Schnäggeesse ausrichten – wie gewohnt im Lassersaal, doch ein wenig lockerer bestuhlt und unter 3 G-Regeln. Knapp hundert Leute konnten trotz allem einen schönen Vormittag erleben. Das machte Appetit auf mehr – aber dann eskalierte die Pandemiesituation wieder. Die eigentliche Fasnachtszeit habe man irgendwie überstanden, so Glattacker. Die Narrenzunft beteiligte sich am Weindorf, und beim Trachtenfest der Markgräfler Trachtengruppe Mitte Juni bestritt sie beim Galaabend mit den Wiler Zipfel einen Großteil des Programms.

Ausblick

Das vermaledeite Corona sei noch nicht vorbei und man wisse nicht, wie es in den kälteren Monaten weitergehe. Trotzdem verbiete sich jegliche Art von Gejammer oder Selbstmitleid, so Glattacker. Er rief die Nachrichten aus den vergangenen Monaten in Erinnerung und konstatierte, dass es ganz andere Notstände und Miseren gebe. "Nämme mirs wie’s chunnt oder positiv gseh: S’chunnt scho gued", gab es sich zuversichtlich. Für die kommende Saison werde mit der Gilde wieder Losung und Plakette gefunden, das Protektorenamt wieder besetzt.

Die Narrenzunft hat ab Mitte August die Villa Kunterbunt als Probelokal reserviert. Der Ölfti Ölfti ist fest in Planung, die Alte Halle in Haagen für die Zunftabende reserviert. Vielleicht müsse man die Zuschauerzahl dort deckeln. Weil die Narrenzunft momentan schon neun Abende plus Seniorennachmittag in von zwei Wochen absolviere, bleibe allenfalls eine zusätzliche Veranstaltung machbar. "Aber dann ist Ende Gelände." Aufgrund der Energiekrise erwarte man auch höhere Miet- und Nebenkosten für die Alte Halle.

Das bedeute insgesamt: weniger Zuschauer, weniger Einnahmen. Damit sich die Zunftabende finanziell überhaupt stemmen ließen, müsste der Eintrittspreis geringfügig angehoben werden. Der Oberzunftmeister hob an dieser Stelle das Vorverkaufsrecht für Passivmitglieder hervor und warb dafür, durch Akquirierung die Mitgliederzahl wieder zu erhöhen. Ohne den Obolus der Mitglieder könnte ein Verein wie die Narrenzunft nicht weiter bestehen.

Wahlen

Andreas Glattacker (Vorstand), Ellen Quercher (Kassiererin), Bärbel Jung (Schriftführerin und Passivbeisitzerin), Klaus Ciprian-Beha (Aktivbeisitzer), Gabi Schupp (Kassenprüferin)