Stadt erstattet Anzeige

Mahnmal auf Breisacher Synagogenplatz beschädigt

Thomas Rhenisch

Von Thomas Rhenisch

Fr, 27. September 2019 um 11:51 Uhr

Breisach

Das Mahnmal auf dem Synagogenplatz in der Rheintorstraße wurde zerkratzt und durch Schmierereien verunstaltet. Hinweise auf einen rechtsradikalen Hintergrund gibt es jedoch nicht.

Entdeckt wurde der Schaden bereits am vergangenen Donnerstag, 19. September, von der Bildungsreferentin des Blauen Hauses, Valeska Wilczek, als sie im Rahmen einer Führung den Platz besichtigte.

Wilczek informierte die Vorsitzende des Fördervereines ehemaliges jüdisches Gemeindehaus, Christiane Walesch-Schneller, die das beschädigte Mahnmal daraufhin zusammen mit Stadtarchivar Uwe Fahrer selbst in Augenschein nahm und Breisachs Bürgermeister Oliver Rein über den Akt von Vandalismus in Kenntnis setzte. Walesch-Schneller vermutet, dass das Mahnmal in der vergangenen Woche verunstaltet wurde. Sie besuche den Platz häufig und ihr seien die Schäden zuvor nicht aufgefallen, sagte sie gegenüber der BZ.

Die Stadt hat Anzeige erstattet

Von der Stadt wird nun Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Der Rathauschef vermutet bei den Kratzern und Schmierereien zwar keinen rechtsradikalen Hintergrund, gleichwohl seien sie keineswegs hinnehmbar und schon gar nicht an diesem besonderen, heiligen Platz, so der Bürgermeister gegenüber der BZ. Rein hofft, dass die Täter schnell gefasst werden und einer saftigen Strafe zugeführt werden. Die Schäden, verspricht Rein, werden schnellstmöglich durch einen Steinmetz beseitigt.