Festnahme

Mann beißt Polizist am Freiburger Hauptbahnhof in den Arm, weil er nicht verhaftet werden will

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 21. September 2020 um 15:02 Uhr

Freiburg

Ein Mann wehrte sich am Freiburger Hauptbahnhof gegen seine Festnahme, indem er einem Polizisten in den Arm biss. An Händen und Füßen gefesselt wurde er daraufhin aufs Revier gebracht.

Ein 28-jähriger Mann war am Freitag kurz vor Mitternacht ohne Fahrschein mit dem Fernzug von Basel nach Freiburg unterwegs. Da der Mann auch keinen Ausweis vorlegen konnte, verständigte der Zugbegleiter die Bundespolizei. Beim Halt im Freiburger Hauptbahnhof brachten die Beamten den Mann aus dem Zug.

Wegen eines Gewaltdelikts gesucht

Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Der 28-Jährige war zur Festnahme gesucht. Kurz vor Abfahrt des Zuges versuchte der Mann wieder in den Zug zu flüchten, was die Beamten verhindern konnten. Mit aller Kraft wehrte sich der Mann dagegen, auf die Dienststelle mitgenommen zu werden, dabei biss er einem Beamten leicht in den Unterarm. An Händen und Füssen gefesselt konnte der Mann zum Bundespolizeirevier verbracht werden, wo seine Identität festgestellt wurde.

Wegen eines Gewaltdelikts wurde der Mann in Deutschland gesucht und sollte deswegen in Untersuchungshaft. Am Folgetag wurde der nigerianische Staatsangehörige dem Haftrichter vorgeführt und danach in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Er wird sich wegen Tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Erschleichen von Leistungen und Straftaten gegen das Aufenthaltsgesetz verantworten müssen. Der gebissene Polizeibeamte blieb dienstfähig.

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