Porträt

Mann mit zwei Gesichtern: Sigmar Gabriel will’s wissen

Thomas Maron und Christopher Ziedler

Von Thomas Maron & Christopher Ziedler

Mo, 08. August 2016 um 00:00 Uhr

Deutschland

Genosse der Bosse oder Arbeiterführer? Bulldozer oder Dorfpfarrer? Wer ist Sigmar Gabriel? Der SPD-Chef will es nach langem Zweifel nun doch wieder wissen. Ein Porträt.

Unter ihm breitet sich sein Leben aus. Von der Terrasse des Berggasthofs schaut Sigmar Gabriel hinab nach Goslar, diesem 50000-Einwohner-Fachwerk-Flecken am Fuße des Harz – und erzählt von seinen Anfängen. So lange, dass die Zuhörer immer ungeduldiger auf den Grill schauen, auf dem sich schon die fertigen Steaks und Würste stapeln. Ihr Gastgeber aber redet weiter darüber, was dieser Ort mit ihm gemacht hat und noch macht.
Es sind nicht nur schöne Erinnerungen. Politisch aktiv geworden ist der Vorsitzende der ältesten deutschen Partei in der Abgrenzung zum Vater, einem unverbesserlichen Anhänger der Nazis, die ausgerechnet in der alten Kaiserpfalz von Goslar den historischen Stoff für ihren Mythos vom Dritten Reich fanden. Mit der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit war es Mitte der siebziger Jahre ohnehin noch nicht weiter. Empört erinnert sich Sigmar Gabriel noch heute, ...

Bereits Abonnent/in? Anmelden

Jetzt diesen Artikel lesen!

BZ-Digital Basis 3 € / Monat
in den ersten 3 Monaten

  • Alle Artikel auf badische-zeitung.de
  • News-App BZ-Smart
  • Redaktioneller Newsletter
  • Kommentarfunktion
Jetzt weiterlesen

nach 3 Monaten jederzeit kündbar

Registrieren kostenlos

  • Jeden Monat einen BZ-Abo-Artikel auf badische-zeitung.de lesen
  • Redaktioneller Newsletter
  • Kommentarfunktion
Die eingegebene E-Mail Adresse ist bereits registriert.
Hier können Sie sich anmelden
Diese E-Mail-Adresse ist bereits registriert aber nicht aktiv.
Aktivierungslink erneut zuschicken

Zurück

Anmeldung