Spielplatzeröffnung

Mehrgenerationenplatz in Freiburg-Haslach ist ein Spieleparadies für Jung und Alt

Saskia Burkart

Von Saskia Burkart

Mi, 15. Januar 2020 um 10:02 Uhr

Haslach

Mit Klettergerüst und Rolli-Karussell begeistert der sanierte Spielplatz am Haslacher Englerplatz Kinder wie Eltern. 2020 wird Freiburg in weiteren Stadtteilen Spielplatz-Projekte realisieren.

Eine derart große Kinderschar war auf dem Spielplatz am Englerplatz lange nicht mehr unterwegs. Als Teil des sanierten Mehrgenerationenplatzes wurde er am Dienstag eröffnet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 300.000 Euro. Es ist der Auftakt zu einem produktiven Jahr, in dem weitere Spielplatz-Projekte realisiert werden.

Baubürgermeister Haag eröffnet den Platz nach knapp vier Monaten Bauzeit

Das grün und gelb bemalte Klettergerüst steht bei den jungen Besuchern besonders hoch im Kurs: "Das ist das Größte, das ich je gesehen habe", ruft Schahin (5) während er sich seinen Weg durch die Seile bahnt. Auch seine Mutter Ronja Pazouki ist begeistert: "Der Platz ist wirklich schön geworden." Nach knapp vier Monaten Bauzeit eröffnet Baubürgermeister Martin Haag mit Jutta Herrmann-Burkart vom Garten- und Tiefbauamt, Planerin Anja Bartsch sowie Vertreterinnen und Vertretern des Lokalvereins Haslach und der Initiative "100 Jahre Gartenstadt" den sanierten Englerplatz. Dabei sei es gelungen, nahezu alle Anregungen aus einer Bürgerbeteiligung zu realisieren, betont Anja Bartsch. In einen Briefkasten konnten Anwohner ihre Wünsche einwerfen. So entstand auf 2900 Quadratmetern ein Spieleparadies sowohl für junge als auch ältere Besucher.

Kernstück ist der bunt gestaltete Spielplatz. Auf einem langen Klettergerüst aus Robinienholz können die Großen hangeln, balancieren und die Stufen zur Rutsche erklimmen. Nach dem Toben lädt eine große Vogelnestschaukel zum Entspannen ein. Im Zentrum des Spielplatzes können sich künftig auch die jüngsten Besucher auf einer eigenen Sandfläche mit für sie geeigneten Klettermöglichkeiten ausleben. "Der Aufwand für den Platz hat sich wirklich gelohnt", betont Nadine Kasperek, die mit ihrer Tochter Dilara (1) das Mini-Klettergerüst einweiht. Ein besonderes integratives Zeichen setzt ein Rollstuhlfahrerkarussell, auf dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Spaß haben können. Es ist Freiburgs drittes Rolli-Karussell. Bald wird es auch ein kleines Wasserspiel geben. Sobald es warm genug ist, kann gematscht werden.

Gemeinderat stellt zusätzliche Mittel für steigende Zahl von Kindern bereit

Für Sportbegeisterte wurde der angrenzende Bolzplatz um 90 Grad gedreht, um mehr Platz für eine neue Mittelzone zu schaffen und möglichst viele Sportwünsche zu erfüllen. Auch für Erwachsene bietet der sanierte Platz Möglichkeiten zum Spaßhaben: Zwischen Spiel- und Bolzplatz sorgen nun Angebote wie Tischtennis, Schach und Boule für generationsübergreifende Kontakte und sportliche Wettkämpfe.

"Wir haben noch nie so viel Geld für Spielplätze ausgegeben wie in letzter Zeit", betont Baubürgermeister Martin Haag. Das liege zum einen daran, dass Bauprojekte generell teurer werden, aber gleichzeitig auch mehr Geld vom Gemeinderat zur Verfügung stehe, da es immer mehr Kinder in der Stadt gebe. Im vergangenen Haushaltsjahr standen 1,7 Millionen Euro bereit. Davon können auch in diesem Jahr Großprojekte finanziert werden.

"Früher waren viele Spielplätze heruntergekommen, nun haben wir auch in der Nähe schöne renovierte Spielgeräte." Anwohnerin Nicole Meßmer
So kam es bereits zum ersten Spatenstich für die Sanierung im Dietenbachpark, der anlässlich des Stadtjubiläums parallel zum Kraterspielplatz im Seepark neu gestaltet werden soll. "Es ist auffällig, dass in letzter Zeit mehr für die Spielplätze gemacht wird", sagt Anwohnerin Nicole Meßmer, "früher waren viele Spielplätze heruntergekommen, nun haben wir auch in der Nähe schöne renovierte Spielgeräte."

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