Konzertbsuech

LUEGINSLAND: Rhabarber, Rhabarber

Friedel Scheer-Nahor

Von Friedel Scheer-Nahor

Sa, 11. Januar 2020

Lueginsland

Glick gha, grad noch e einzelne Platz zwischedrin vewitscht. Jetz nur noch noohocke un s Konzert gniäße mit dere Sängerin, wu jodlet un jüchzget, aber aü gonz subdil un düsma singe kann. D Aüge zuemache un lüschtere. So hab ichs gärn. Aber – was isch denn des? Do babbled doch einer. Nai, des ghert nit zuem Vortrag. Des schwätzt üs eme Händy rüs: "Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber." Do het doch tatsächlich ebber s Radio laüfe. D Aüge um mich rum wandere uf de Suechi, wu des herkumme kinnt. Aü mini nemme de eint oder diä onder ins Visiär. Nur guet, dass ich mi Händy vorher noch uf "lautlos" gstellt han. Ich kanns also nit sii. S isch jo nit wahnsinnig lütt, aber mit de Zitt wirr ich doch e wing uuliidig.
Nur wil ich ganz sicher sii will, steck ich mi Hand vestohlis in d Handdasche, ob do ebbis vibriärt. Un do drifft mich de Schlag. Mi Händy goscht iberzwerch vor sich hi. Jetz wirds mr ganz grambampelig. Ich ziägs rüs, s wird lütter un de Knopf zum Üsmache sperrt sich so guet er kann. Zsämme mit mire Nachberi wirge mr der Babbler schliäßlich ab. Mi Rueih isch ruiniärt. Sage kann ich jo nit, aber denke duen ich: "S duet mr so leid. Ich habs bstimmt nit mit Fliss gmacht. Im Gegedeil, ich hab de Klingelton sogar üsgschalte. Aber jetz weiß ich, dass des nit langt. Mr mueß aü sicher stelle, dass sich nit eins vu dene meischtergschäftige Äpps selbständig macht, üs was fir eme Grund aü immer."