STromanschluss

Eines verstehe ich da nicht

Michael Konstanzer

Von Michael Konstanzer (Freiburg)

Sa, 21. November 2020

Leserbriefe

Zu: "Der Staat bezahlt den Stromanschluss", Beitrag von Bernward Janzing (Wirtschaft, 17. November)

Herr Janzing hat einen gut verständlichen Artikel geschrieben. Nur verstehe ich nicht, weshalb es immer elf Kilowatt an Elektro-Leistung für die Ladeeinrichtung sein muss. Meine Erklärung: Wallboxen gibt es nur ab dieser Größe. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat meist nicht so viel Leistung. Dann kommt der Strom, der den Solarstrom auf die Leistung von elf Kilowatt ergänzen muss, doch wieder aus dem Netz. Die Ladedose will immer die elf Kilowatt ziehen, egal woher der Strom kommt. Aber man braucht keine Wallbox mit elf Kilowatt.

Ich lade in der Garage mit der Photovoltaik nur mit 2,1 Kilowatt an Leistung. Das hält die Schukodose aus. Die 2,1 Kilowatt bringt die Photovoltaik auch im Winter, wenn die Sonne scheint. Und sie scheint oft genug, so dass ich in der Woche und in der Summe mehr als 100 Kilometer weit fahren kann. Geladen wird automatisch nur, wenn genügend Sonne scheint. Damit wird kein Stromnetz überlastet, denn zwei Kilowatt ziehen auch zwei Föhne oder Kochplatten. Dann haben die Netzbetreiber auch keine Sorgen wegen der Überlastung der Leitungen zum Haus und die Hausbesitzer keine Notwendigkeit, das Hausstromnetz zu ertüchtigen. Egal ob ein Auto oder zehn gleichzeitig laden, obwohl sich die Gleichzeitigkeit auch variieren lässt. Michael Konstanzer, Freiburg