Pandemie

Merkel blickt hoffnungsfroh auf Sommerurlaub – auch für Ungeimpfte

dpa

Von dpa

Sa, 08. Mai 2021 um 17:23 Uhr

Deutschland

Bundeskanzlerin Angela Merkel macht Hoffnung auf Sommerurlaub – auch für Ungeimpfte. Die Zahlen in den Nachbarländern gäben Anlass dazu. Außerdem hält Merkel die dritte Welle für gebrochen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich optimistisch gezeigt, dass Sommerurlaub in Europa auch für Ungeimpfte möglich sein wird. Wenn man sehe, welch niedrige Inzidenzen einige europäische Partnerländer wie Portugal jetzt schon hätten, "dann bin ich sehr hoffnungsfroh, dass wir auch insgesamt uns das leisten können, was auch im vergangenen Sommer möglich war", sagte Merkel am Samstag nach dem EU-Gipfel in Porto, zu dem sie sich wegen der Corona-Pandemie von Berlin aus hatte zuschalten lassen. "Von wann an das der Fall ist, das kann ich noch nicht sagen, den Tag benennen."

Merkel: Dritte Welle scheint gebrochen

Merkel sagte: "In Deutschland scheinen wir auch die dritte Welle gebrochen zu haben." Dort, wo die Inzidenzwerte fallen würden, werde auch in Deutschland nun schrittweise mehr möglich sein. "Das wird hoffentlich für ganz Europa so sein", sagte sie.

Die Kanzlerin betonte auf Nachfrage, die Möglichkeit eines Sommerurlaubs in Europa gelte "selbstverständlich" auch für Ungeimpfte, wie im vergangenen Jahr. Damals sei "das Thema Impfen noch ein theoretisches" gewesen, es habe auch keinen Zugang zu Tests in großem Umfang gegeben. Im vergangenen Sommer habe man sich mit Inzidenzen von 2, 3 und 4 viel Freiheit erlauben können. Deshalb sage sie immer wieder: "Runter mit den Inzidenzen, das bedeutet Freiheit für alle Menschen dann. Und dann haben wir noch die zwei Helfer Impfen und Testen dazu. Damit sollten wir besser dastehen."

Auf dem Gipfel sei auch über die digitale Impfbescheinigung - das sogenannten "Grüne Zertifikat" - gesprochen worden, sagte Merkel. Die technischen Voraussetzungen wie die Kompatibilität seien gegeben. Allerdings seien noch einige inhaltliche Fragen zu klären, etwa zur gegenseitigen Anerkennung von Impfstoffen, die nicht in der EU zugelassen seien.