Milliarden für KLM-Rettung

bia

Von bia

Sa, 27. Juni 2020

Wirtschaft

Niederlande geben Kredit.

Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM bekommt wegen der Corona-Krise weitere staatliche Unterstützung: Zu den sieben Milliarden Euro der französischen Regierung erhält die stark angeschlagene Airline weitere 3,4 Milliarden Euro vom niederländischen Staat. Wie Air France-KLM am Freitag mitteilte, setzen sich die 3,4 Milliarden Euro zusammen aus einem Kredit über 2,4 Milliarden Euro, für den der niederländische Staat zu 90 Prozent die Ausfallgarantie übernimmt, und einem direkten Darlehen an KLM in Höhe von einer Milliarde Euro.

Der niederländische Staat verlange im Gegenzug das "Engagement der Airline für Nachhaltigkeit", eine höhere Rentabilität, eine Umstrukturierung und einen "Beitrag" der Beschäftigten, teilte KLM mit, ohne Einzelheiten zu nennen.

Die Hilfen für Air France setzen sich ebenfalls zu vier Milliarden aus Kreditbürgschaften und zu drei Milliarden aus Direktkrediten zusammen. Der französische Staat hat die Finanzhilfen an eine gesteigerte Rentabilität geknüpft und verlangt eine deutlich bessere CO2-Bilanz.

Die Lufthansa profitiert neben dem deutschen Neun-Milliarden-Euro-Rettungspaket von 1,4 Milliarden Euro Garantien der Schweiz für die Töchter Swiss und Edelweiß sowie von 600 Millionen Euro Österreichs für Austrian Airlines.