Gehalt

Mindestlohn wirkt sich aus: Mancher Arbeitsplatz bleibt leer

Holger Schindler

Von Holger Schindler

Di, 20. Januar 2015 um 08:03 Uhr

Freiburg

Drei Wochen nach seiner Einführung zeigt der Mindestlohn erste Effekte in Freiburg: Manche Praktikanten finden keine Plätze mehr. Und einige Taxifahrer bangen um ihre Existenz.

Ein sozialpolitisches Experiment mit ungewissem Ausgang – das sehen die sogenannten Wirtschaftsweisen, die Ökonomen vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, im gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. In Freiburg sind rund drei Wochen nach der Einführung zum Jahreswechsel erste Effekte wahrzunehmen. Manche Praktikanten und manche Taxifahrer haben es nun schwerer. Und weitere Preiserhöhungen sind nicht unwahrscheinlich.

"So wie bisher können wir mit unseren Praktikanten nicht weitermachen", sagt Diplomdolmetscherin Anja Peschel. 1997 hat sie in Freiburg ihr eigenes Übersetzungsbüro gegründet. Inzwischen beschäftigt sie acht feste Mitarbeiter. Sieben davon sind im Büro in der Wallstraße 9 tätig, ein weiterer ist in England im Einsatz. "Die bisher üblichen sechsmonatigen Praktika für angehende Übersetzer, die mit ihrem Hochschulabschluss in der Tasche zu uns kommen, können wir nicht weiter anbieten. Denn hier gilt jetzt der Mindestlohn", sagt Anja Peschel, "die Kosten für ein ...

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