Atom-Experte im Interview

"Es gab in Fessenheim immer wieder mal bedenkliche Vorfälle"

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Mi, 31. Juli 2019 um 15:47 Uhr

Südwest

BZ-Plus Das Atomkraftwerk Fessenheim soll stillgelegt werden – aber bleibt es auch nach der Abschaltung ein Unsicherheitsfaktor? Unsere Fragen dazu beantwortet Christoph Pistner vom Öko-Institut in Darmstadt.

Immer wieder kommt das Atomkraftwerk Fessenheim in die Schlagzeilen. Erst jüngst, weil die Belegschaft im Rahmen einer Übung einen fiktiven Brand an einem Dieseltank löschen sollte, aber statt zu Schaum zu Wasser griff. 2020 soll das Akw nun offenbar geschlossen werden. Welche Gefahr von einem stillgelegten Meiler ausgeht, wollte Annemarie Rösch von dem Atomexperten Christoph Pistner vom Öko-Institut in Darmstadt wissen.

BZ: Herr Pistner, was ist davon zu halten, wenn Mitarbeiter eines Akw nicht wissen, wie ein Brand zu löschen ist?

Pistner: Es ist völlig indiskutabel, dass das Personal vor Ort zum falschen Löschmittel gegriffen hat. Es ist aber schwierig, von einem Einzelfall auf das gesamte Sicherheitsniveau des Akw zu schließen. Es gab in Fessenheim allerdings immer wieder mal bedenkliche Vorfälle. So wurde 2014 ein Wasservorratsbehälter nachgefüllt, wobei es zu einer internen Überflutung kam. Dabei wurden die leittechnische Steuerung und Überwachung des Akw beeinträchtigt. Solche Ereignisse sind alles andere als harmlos.

BZ: Bald soll das Akw stillgelegt werden. Es sind dann dort etliche Jahre ...

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