MIT GEWINN LEBEN: Anspruch auf Erstattung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 31. Oktober 2020

Wirtschaft

Was gilt, wenn die Kreuzfahrt wegen Corona abgesagt wird? .

Viele Kreuzfahrtveranstalter in ganz Europa sehen sich aufgrund der Corona-Pandemie gezwungen, Fahrten abzusagen oder zu verschieben. Welche Rechte haben Passagiere? Wurde die zu Jahresbeginn gebuchte Kreuzfahrt wegen Corona abgesagt, muss der Reiseveranstalter den Preis erstatten. Für Kreuzfahrten, die vor dem 8. März 2020 gebucht wurden, darf er einen Gutschein anbieten. Allerdings kann der Passagier entscheiden, ob er diesen akzeptiert. Falls nicht, muss der Veranstalter erstatten. Gleiches gilt, wenn der Veranstalter auf einen späteren Zeitpunkt umbuchen möchte. Will der Passagier die Kreuzfahrt absagen, weil er zum Beispiel zu einer Risikogruppe gehört, ist das möglich. Normalerweise werden dann Stornogebühren fällig. Bei unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umständen lässt sich aber meist kostenlos stornieren. Sind die Passagiere an Bord und fallen Landausflüge aus, kann der Reisepreis gemindert werden. Dazu sollte unverzüglich, am besten schriftlich, bei der Reiseleitung an Bord oder beim Kreuzfahrtveranstalter reklamiert werden. Ist dies nicht möglich, dann nach der Rückkehr, binnen zwei Jahren. Anders ist es, wenn vor Reiseantritt bekannt war, dass wesentliche Teile der Kreuzfahrt ausfallen. Dann haben Passagiere die Wahl: Sie können die geänderten Bedingungen entweder akzeptieren oder innerhalb der festgelegten Frist kostenlos vom Vertrag zurücktreten. Weitere Infos: http://www.evz.de unter "Reisen & Verkehr"

Ines Danzeisen arbeitet beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Kehl. Das EVZ berät kostenlos bei Streitigkeiten mit einem Händler im EU-Ausland, in Island oder Norwegen.
E-Mail: danzeisen@cec-zev.eu