Coronavirus

Mitarbeiter der Heitersheimer Caritas-Werkstätte isoliert

Sophia Hesser

Von Sophia Hesser

Fr, 11. September 2020 um 16:12 Uhr

Heitersheim

Bis Freitagnachmittag wurden 18 Mitarbeiter der Caritas-Werkstätte St. Georg in Heitersheim positiv auf das Coronavirus getestet. Sie ist seit Dienstag geschlossen.

Die Caritas-Werkstätte St. Georg in Heitersheim ist seit Dienstag geschlossen – wegen mehrerer Corona-Fälle. Bis Freitagnachmittag wurden 18 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. 70 Mitarbeiter wurden negativ getestet. Das teilte die Pressesprecherin des Caritasverbands Freiburg-Stadt, Nora Kelm, am Freitagnachmittag mit. Die Einrichtung wartet auf weitere Ergebnisse.

Insgesamt arbeiten 150 Menschen mit und ohne Behinderung in der Einrichtung. Am Dienstag war bekannt geworden, dass am vergangenen Wochenende ein Mitarbeiter positiv getestet worden war. Er hatte einen schweren Krankheitsverlauf, allerdings ginge es ihm schon besser, so Kelm. Die anderen positiv getesteten Mitarbeiter zeigen demnach nur leichte Symptome, wie leichten Husten oder Halskratzen.

Die meisten der Mitarbeiter leben in Wohnheimen in der Region

Die positiv getesteten Mitarbeiter und die, die noch auf ihre Ergebnisse warten, seien nun in Isolation. Die meisten der Mitarbeiter leben in Wohnheimen in der Region. Dort seien sie in guten Händen, da die Häuser auf eventuelle Corona-Fälle vorbereitet waren. Jeder Bewohner werde dort nun isoliert betreut, so Kelm. Während der Corona-Pandemie arbeiten Menschen, die gemeinsam in einer Wohngruppe leben, auch zusammen in der Werkstätte. Deshalb konzentrieren sich die Corona-Fälle auch besonders auf eine Arbeitsgruppe.

Die Heitersheimer Werkstätte ist vor allem bekannt für die Herstellung von Wintermantel-Uhren. Außerdem gibt es die Bereiche Montage, Konfektionierung und Verpackung. Die Produktion steht seit Dienstag aber still. Inwieweit das für die Caritas auch finanzielle Ausfälle bringt, ist noch unklar. Derzeit gelte die Sorge vorrangig den Beschäftigten, so die Pressesprecherin. Erst dann stelle sich die wirtschaftliche Frage. Die Caritas habe aber noch andere Werkstätten, wo die Produktion weiterlaufe. Wie lange die Heitersheimer Produktion stillsteht, sei noch unklar. Das müsse auch mit dem Gesundheitsamt geklärt werden.