Miteinander im Quartier stärken

Norbert Sedlak

Von Norbert Sedlak

Di, 16. Juli 2019

Weil am Rhein

Wohnverbund Sankt Josefshaus lud Bewohner am Messeplatz ein.

WEIL AM RHEIN (nos). Ein Anlass für die ganze Familie war das erste Quartierfest am Messeplatz. Intention war es, die Bewohner bei Spaß, Unterhaltung und Information zusammenzuführen, damit sie sich näher kennenlernen können. Das Fest organisierten Philipp Wisniewski, Susanne Bächlin, Jonas Hoyer, Franziska Kuhner, Nicole Sesiani, Stefanie Weiß und Harvine Pleuler vom Wohnverbund Weil des St. Josefshauses.

Die ESV-Handballabteilung, die Wiler Trüblizupfer, der Country- und Westernclub Dreiländereck, die Mensa der Leopoldschule, die Tanzsportabteilung des TV Weil und die Mikrobrauerei Grabbe Brau aus Märkt unterstützten das Miteinanderfest.

Der "Wohnverbund Weil am Rhein" gehört zum St. Josefshaus Herten und bietet Wohn- und Unterstützungsangebote für Menschen mit geistiger Behinderung an. In Weil am Rhein werden derzeit 50 Frauen und Männer begleitet, davon 24 rund um die Uhr stationär in einem Wohnkomplex am Messeplatz, teilte Leiter Philipp Wisniewski mit. Der Wohnverbund leiste einen wichtigen Beitrag zur Inklusion vom Menschen mit Behinderung. Mit dem Quartierfest sollen auch das Miteinander und die gute Nachbarschaft gefördert werden, sagte Wisniewski. Bei diversen Führungen durch das Haus konnten sich die Besucher ein Bild von der Einrichtung machen. Nicht nur die Bewohner des Wohnverbundes, auch die Nachbarn und viele Gäste aus Nah und Fern erlebten einen unvergesslichen Tag. Die Fröhlichkeit der behinderten Mitbürger wirkte ansteckend und ließ den Alltag vergessen.

Die Tanzsportabteilung des TV Weil bereicherte das gemütliche Fest mit verschiedenen Kindertänzen. Die Drei- bis Fünfjährigen führten den lustigen Fischetanz vor, den Gül Younansardarout und Sila Kelbas mit ihnen einstudiert hatten. Stilgerecht in traditioneller Bindalli Bekleidung und mit der Fes als Kopfbedeckung trat die etwas ältere Gruppe der Fünf- bis Achtjährigen auf und erhielt für ihren orientalischen Tanz, den ihnen Erik Dali beibrachte, viel Applaus.

Neue Freunde gewannen auch die Squaredancer des Country- und Westernclubs Dreiländereck. "Squaredance ist Tanz im Quadrat auf Ansage", erklärte Caller Didi Schmitz. Es gibt etwa 70 Grundfiguren und rund 20 weitere Folgefiguren. Das Besondere daran, die Tänzer wissen nicht, welche Figuren der Caller den Tänzern zuruft. Der Club lädt am 25. September alle Interessierten zu einem Schnupperabend ins Alte Rathaus ein.