1 Million Euro

Nach gut einem Jahr Bauzeit wird der Anbau an das Auer Bürgerhaus eingeweiht

Julius Steckmeister

Von Julius Steckmeister

Mo, 02. Dezember 2019 um 18:07 Uhr

Au

In dem rund eine Million Euro teuren Anbau werden zwei zusätzliche Gruppen des Kindergartens St. Johannes ebenso Platz finden, wie erstmals ein Personal- und Aufenthaltsraum für die Erzieherinnen.

Auf den Grund des Bauvorhabens, die Raumnot im bestehenden, dem Bürgerhaus angegliederten Kindergarten, ging Bürgermeister Jörg Kindel gleich zu Beginn seiner Festrede im vor allem von Kindern, Eltern und Großeltern besetzten Bürgersaal ein. Zunächst habe man sich mit dem behelfsmäßigen Umbau von zuvor von Hausmeister oder Vereinen genutzten Räumen im Bestand beholfen. Im Oktober 2017 schließlich hatte der Auer Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zum Anbau gefasst, für den gut ein Jahr später der Startschuss in Form der Grundsteinlegung fiel.

Trotz der nicht ganz einfachen Aufgabenstellung – einem Anbau auf einem kleinen Grundstückszipfel sowie dem Bau bei laufendem Kindergartenbetrieb – und nicht zuletzt der anhaltenden Hochkonjunktur im Baugewerbe, liege man letztlich sowohl bei Bauzeit als auch bei Baukosten nur wenig über den gesteckten Zielen, so Kindel. Erfreulich sei zudem, dass für den Bau keine neuen Kredite aufgenommen werden müssten. Man könne sich über Fördermittel von insgesamt 425.000 Euro freuen.

Wunschzettel für die Einrichtung des Neubaus

Sichtlich erfreut zeigte sich auch Architekt Richard Stoll, der das Werden des "kleinen Anbaus" mit dem Reifen eines Apfels verglich. "Wir haben es geschafft – mit Fleiß und Energie und in enorm kurzer Bauzeit", so der Planer, der bereits das Auer Bürgerhaus entworfen hatte. "Es ist ein Anbau für ganz Au", so Stoll nicht zuletzt mit Blick auf die Tatsache, dass die Vereine nun ihre zuvor zugunsten der Kita aufgegebenen Räume in neuem Glanz zurückbekämen. "Man spürt, dass es passt", lautete Stolls Fazit. Für die noch zu gestaltenden Außenanlagen hatte er einen Apfelbaum und für die anwesenden Kinder einen Korb voller Äpfel mitgebracht.

Die Kinder hingegen hatten ihrer Phantasie freien Lauf gelassen und Wunschzettel für die Einrichtung des Neubaus gemalt. Ob Schaumbad mit Blubberblasen, Pferd und Auto, Spielhaus oder eine Wiese im Schlafraum – nicht nur der Planer, auch die Köberle-Stiftung, die sich mit einem Obolus an der Inneneinrichtung beteiligen wird, sahen sich plötzlich mit ganz neuen Aufgaben und Ausgaben konfrontiert.

"Was geschehen ist, soll unter dem Segen Gottes stehen", so Pfarrer Hubert Reichardt, Leiter der Seelsorgeeinheit St. Georgen-Hexental, in deren Trägerschaft sich der Kindergarten St. Johannes befindet, in seiner kurzen Ansprache. Nach gemeinsamem Gebet und Gesang segnete der Geistliche die neuen Räume, während drinnen im "alten" Bürgersaal der Musikverein Au schmissig das Badnerlied spielte.

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