Interview

Ai Weiwei: Bedauern – ja, bereuen – nein

Bernhard Bartsch

Von Bernhard Bartsch

Di, 05. Juni 2012 um 00:01 Uhr

Kultur

Der regimekritische Künstler Ai Weiwei hofft, Ende 2012 als Gastprofessor in Berlin antreten zu können. Ein Interview über das Leben nach seiner Festnahme, neue Formen des Protests und den Dokumentarfilm "Never Sorry".

Ai Weiwei, der selten Interviews gibt, sprach in seinem Pekinger Studio mit dem BZ-Korrespondenten Bernhard Bartsch.
BZ: Herr Ai, am 14. Juni kommt der Dokumentarfilm "Never Sorry" über Ihr Leben in die deutschen Kinos. Kein Bedauern – ist das in ihrem Leben Wunsch oder Realität?
Ai Weiwei: "Never Sorry" ist meine Grundeinstellung. Der Titel hat natürlich eine Geschichte. 2009 habe ich in München eine Ausstellung mit dem Titel "So Sorry" gemacht. Der Name bezog sich auf die faulen Entschuldigungen, die wir so häufig von Politikern und Beamten hören. Wer "Tut mir leid" sagt, versucht sich damit oft aus der Verantwortung zu stehlen. Ich versuche, das Gegenteil zu leben: Verantwortung und Engagement.

BZ: Dafür haben Sie einen hohen Preis bezahlt. Ihre Festnahme vor einem Jahr war für sie und ihre Familie ein schwerer Schlag. Haben Sie nie bereut, mit ihren politischen Aktivitäten so stark in die Öffentlichkeit getreten zu sein?
Ai: ...

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