Arrest und Geldstrafen

tab,dpa

Von Tanja Bury & dpa

Mi, 05. August 2020

Südwest

Urteil im Auerhahn-Prozess.

(tab/dpa). Im Prozess um die Tötung eines Auerhahns beim Laurentiusfest 2019 am Feldberg hat das Amtsgericht Titisee-Neustadt am Dienstag nach Jugendstrafrecht den 21-jährigen Hauptangeklagten zu einer Woche Arrest und einer Zahlung von 1000 Euro an den Naturschutzbund Deutschland verurteilt. Gegen einen 23-jährigen Freund, der sich wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz zu verantworten hatte, wurde eine Geldstrafe von 1300 Euro verhängt; er war an der Tötung des Tieres nicht direkt beteiligt. Beide Männer waren zur Tatzeit alkoholisiert. Auerhühner sind als bedrohte Tierart streng geschützt und kommen im Schwarzwald nur noch selten vor. Die Tierrechtsorganisation Peta begrüßte das Urteil. Einer der Verteidiger kritisierte die Behörden, mitten im Schutzgebiet jährlich ein Volksfest zuzulassen.