Interview

Migrationsforscher: "Praxis der Abschiebung bleibt unsichtbar"

Florian Kech

Von Florian Kech

Mi, 23. Juli 2014 um 00:00 Uhr

Südwest

Der Freiburger Soziologe Albert Scherr forscht über Migration. Er findet: Kommunen müssen sich auf anhaltende Zuwanderung einstellen und Antworten finden.

Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und den USA berieten im Studienhaus Wiesneck über die deutsche Asylpolitik und die "Moral in der Abschiebepraxis". Dabei machte sich der Leiter des soziologischen Instituts der Pädagogischen Hochschule Freiburg für ein grundsätzliches Bleiberecht für Flüchtlinge stark. BZ-Redakteur Florian Kech sprach mit ihm auch über die Situation der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Freiburg.

BZ: Sind Abschiebungen so alt wie der moderne Nationalstaat?
Albert Scherr: Der Nationalstaat begreift es jedenfalls seit jeher als seine souveräne Aufgabe, darüber zu verfügen, wer sich innerhalb seines Territoriums aufhalten darf und wer nicht.

BZ: Das ist sein gutes Recht.
Scherr: Jedenfalls sein Recht. Problematisch wird der ...

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