"Bildung ist der Schlüssel"

Das Gespräch führte

Von Das Gespräch führte

So, 09. Juni 2019

Schopfheim

Der Sonntag Interview mit Richard Renz vom Verein Dikome-Kamerun über die blutigen Auseinandersetzungen in Kamerun und die Verantwortung des Westens.

Wenig beachtet von der Weltgemeinschaft spielt sich in Kamerun ein Konflikt ab, der eine halbe Million Menschen in die Flucht treibt. Europa muss seine Entwicklungsarbeitbesser koordinieren", sagt Richard Renz, Vorstand des Schopfheimer Vereins Dikome-Kamerun, der seit 25 Jahren Kaffee-Direktvermarktung betreibt.

Der Sonntag: Herr Renz, das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Kamerun. Sie sind gerade aus dem zentralafrikanischen Staat zurückgekehrt. Was haben Sie von dem Konflikt mitbekommen, der zwischen der französischsprachigen Regierung und den Separatisten der englischsprachigen Minderheit dort ausgetragen wird?

Ich selbst habe keine gefährlichen Situationen miterlebt, was auch daran liegt, dass unsere Begleiter gut auf uns aufgepasst haben. Die Kameruner scheinen einen sechsten Sinn zu haben, wenn es darum geht zu erkennen, wann es brenzlig wird. Aber unsere Mitarbeiter, die den Kaffee aus dem Busch nach Douala transportieren, mussten Wegegeld bezahlen. Sowohl die Polizei als auch die Separatisten kassieren ab – in der Regel 30 Euro. Das entspricht einem Monatslohn. In Dikome, wo unser Verein seinen Sitz hat, sind auch viele Menschen in den Busch geflüchtet, wo sie unter einfachsten Bedingungen leben, weil sie sowohl Angst vor dem Militär als auch vor den Separatisten haben. Andere sind nach Nigeria geflohen oder eben in den französischsprachigen Teil des Landes.
Der Sonntag: Die Menschenrechtsorganisation Plan International berichtet von 2 000 Toten ...

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