Berlin kauft 6000 Wohnungen

afp

Von afp

Sa, 28. September 2019

Wirtschaft

Kosten von 920 Millionen Euro.

BERLIN (dpa). Das Land Berlin hat knapp 6000 Wohnungen von einem Immobilienkonzern zurückgekauft. Die kommunale Gesellschaft Gewobag übernimmt sie nach eigenen Angaben vom Donnerstagabend von Ado Properties (Luxemburg). Es handele sich um ehemalige Sozialwohnungs-Bestände des Unternehmens GSW, das mittlerweile zur Deutsche Wohnen Gruppe gehört, sagte Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke).

Der Kaufpreis der Wohnungen sowie 70 Gewerbeeinheiten in zwei großen zusammenhängenden Quartieren in Berlin-Spandau und Berlin-Reinickendorf betrage 920 Millionen Euro, hieß es. Die Übernahme sei für Dezember 2019 geplant. Für den Erwerb gibt es keine Zuschüsse des Landes.

"Mit dem Erwerb von knapp 6000 Wohneinheiten schließen wir heute den größten Re-Kommunalisierungsankauf in der Geschichte Berlins ab", sagte Lompscher (Linke). "Die Fehler, die in der Vergangenheit mit dem Verkauf dieser Bestände gemacht wurden, können wir nicht rückgängig machen, wohl aber den Mieterinnen und Mietern die Sicherheit zurückgeben, die sie durch die zwischenzeitliche Privatisierung verloren hatten", so die Senatorin. Der Kauf sei für die Gewobag "wirtschaftlich gut darstellbar", sagte Geschäftsführer Markus Terboven.

Erst Mitte Juli hatte Gewobag rund 670 Wohnungen auf der Berliner Karl-Marx-Allee zurückerworben.