Gewerkschaft

IG Metall-Chef: "Das ist die größte Herausforderung seit Jahrzehnten"

Jörg Buteweg

Von Jörg Buteweg

Sa, 01. August 2020 um 08:32 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Die Corona-Krise trifft alle Branchen. Marco Sprengler, der scheidende Chef der IG Metall in Freiburg und Lörrach erläutert im Interview, warum er sich um die Autozulieferer in der Region besonders Sorgen macht.

Der Umbruch in der Automobilindustrie trifft auch die vielen Lieferanten in Südbaden. Marco Sprengler, der seit 2016 die Geschäftsstellen der Industriegewerkschaft Metall in Lörrach und Freiburg geleitet hat, fürchtet, dass nicht allen Betrieben der Umstieg vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb gelingen wird.
BZ: Herr Sprengler, Sie wechseln in die Zentrale der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) nach Frankfurt. In welcher Verfassung sehen Sie die Metallindustrie in Südbaden?
Sprengler: Die IG Metall betreut ein weites Spektrum von Branchen, da gehört beispielsweise die holzverarbeitende Industrie dazu, die Textilindustrie, der Maschinenbau, die Mess- und Regeltechnik – und natürlich die Autoindustrie mit ihrer vielen Zulieferbetriebe. Die Corona-Krise trifft natürlich fast alle Betriebe. Bei den Autozulieferern trifft die Corona-Krise auf eine Branche, die vor dem größten Wandel ihrer Geschichte steht.

BZ: 2019 liefen die Geschäfte in Deutschland glänzend.
Sprengler: In Deutschland schon. Aber was ist der deutsche Markt mit 3,6 Millionen verkaufter Autos 2019 gegenüber China mit 21 Millionen. Da sind die Verkäufe seit 2017 um drei Millionen gesunken. Dazu kommt der Umstieg vom Verbrennungsmotor auf die Elektromobilität. Hier liegt das eigentliche Problem.

"Das ...

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