Närrische Männerdomäne gebrochen

Silvia Sedlak

Von Silvia Sedlak

Fr, 15. November 2019

Weil am Rhein

Frauengugge "Quaakdäsche" blickt auf 33 Jahre zurück / In der Anfangszeit leisteten die Formation Pionierarbeit / Neues Kostüm.

WEIL AM RHEIN (nos). Die "Quaakdäsche", älteste Wiiber-Guggemusik in der Region, sind bereit für ihr närrisches Jubiläum. Am 16. November blicken sie in der Haltinger Festhalle mit einer Riesenparty auf ihr 33-jähriges Bestehen zurück.

Die 20 aktiven Mädels im Alter von 22 bis 38 Jahren sind in Hochstimmung. Alle Weiler Fasnachtscliquen, Freunde und Gönner haben sie eingeladen. Die Besucherinnen und Besucher dürfen auf ein neues Kostüm sowie neu einstudierte Musikstücke gespannt sein.

Die seit fast seit drei Jahren an der Spitze der Wiiber Gugge stehende Vorsitzende Manuela Götze erinnert an die Wiegezeit der Musikformation, die längst aus den Kinderschuhen herausgewachsen ist und die Guggemusik auch bei den Damen hoffähig gemacht hat. Im Oktober 1986 wurden die "Quaakdäsche" von zehn musikverrückten jungen Frauen gegründet, mit dabei waren Sabine Iles, Karin Liesenfeld, Christa Fieger, Andrea Bieler, Gudrun Reinbold, Regina Schörlin, Susann Welzbacher, Barbara Tretter und Gabi Eberhardt.

Das breite Repertoire der 20 jungen Musikerinnen umfasst alles vom Rock bis zum Badnerlied. Jeden Mittwoch wird unter Leitung der Musikchefin Diana Eberhardt im Probelokal des MSC Dreiländereckeck an der Lustgartenstraße im Haltinger Rebgarten kräftig geübt. Über Verstärkung würden sich die jungen Damen richtig freuen, einzige Bedingung sei Spaß und Freude an der Musik, das Beherrschen eines Instruments sei nicht notwendig, allerdings sollte das Mindestalter 18 Jahre erreicht sein, machen die Damen deutlich. "Mitmachen kann bei uns jede, die auf Guggenmusik steht und gerne Fasnacht macht", erzählt die stellvertretende Cliquenchefin Joyce Deibler.

Neben dem Musikmachen unternehmen die Vereinsmitglieder auch unterm Jahr einiges zusammen: Sauserbummel, Weihnachtsfeier und immer im Oktober ein Hüttenwochenende in der Nähe von Todtmoos sind feste Programmpunkte im Jahresverlauf. Um die Kasse aufzubessern, wird vor der Stadtapotheke oder bei der Apotheke am Rathaus auch Kuchen verkauft.

Seit 1988 nehmen sie regelmäßig am Buurefasnachtsumzug in Weil teil. Nicht nur im ganzen Markgräflerland, auch in der Schweiz begeistern sie mit ihrer mitreißenden Musik ihre Zuhörer, mehr als 20 Auftritte kommen da in der Fasnachtssaison locker zusammen, schilderte Joyce Deibler. "Z’Wil sin mir vom Hemliglunggi bis zum Buurefasnachtsunndig jede Dag uf Achse, bim Gugge-Monsterkonzert am Rathausplatz hän mir sogar e eigene Stand", teilt Beisitzerin Dominique Kurkowski mit. Hochkarätige Gastguggen wie die Zinke Waggis aus Weil, die Tschädärä aus Lörrach-Stetten und die Räpplischpalter aus Basel werden mit fetzigen Rhythmen und mitreißender Musik ein ausgelassenes Jubiläumsabendprogramm bieten. Höhepunkt der Feier werde allerdings die Vorstellung des neuen Fasnachtskleides der "Quaakdäsche in den Gründungsfarben Pink und Türkis sein, kündigen die Mädels an.

Karten gibt es im Vorverkauf im Atelier Schwer auf Draht in der Hauptstraße 175, beim Musikhaus Kirn am Berliner Platz oder an der Abendkasse für 8 Euro.