NATURALIE

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mi, 19. Februar 2020

Gesundheit & Ernährung

Rot fürs Immunsystem: die Preiselbeere

Man muss schon sehr genau hingucken, wenn man die Preiselbeere von der Cranberry unterscheiden will, die beiden Heidelbeerarten sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Der entscheidende Unterschied ist die Größe: Cranberrys erreichen eher Kirschvolumen, während die heimische Preiselbeere es etwa auf Erbsendurchmesser schafft. Roh ist die Preiselbeere nahezu ungenießbar. Verantwortlich für den herb-sauren Geschmack sind verschiedene Fruchtsäuren wie Benzoe- und Ascorbinsäure. Die sorgen auch dank ihres konservierenden Charakters dafür, dass Produkte aus Preiselbeeren lange haltbar sind. Salicylsäure, ebenfalls in hohen Mengen vorhanden, wirkt fiebersenkend und schmerzstillend. Neben viel Vitamin C liefern die leuchtend roten Beeren zahlreiche B-Vitamine für unser Nervenkostüm, Betacarotin für die Augen und Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium. Die Pflanzenfarbstoffe namens Anthocyane sollen Preiselbeernascher vor Nieren- und Harnwegsinfekten schützen, den Cholesterinspiegel senken und vielleicht auch lindernd bei rheumatischen Erkrankungen wirken. Forscher untersuchen noch, ob sich das bestätigen lässt. Preiselbeeren geben Kuchen und Muffins einen originellen Dreh, mit den eingelegten Früchten lässt sich Joghurt auf dem Müsli aufpeppen. Eine rasend schnelle Preiselbeermarmelade zaubert der Pürierstab aus frischen Beeren und Dattelsüße im Verhältnis 2:1.