Basel

Naturhistorisches Museum Basel gehört zu den Top 50 der Welt

sda

Von sda

Mo, 25. März 2019 um 13:56 Uhr

Basel

7000 naturhistorische Sammlungen gibt es weltweit – und das Naturhistorische Museum in Basel hat eine der größten. Es beherbergt vier Millionen Objekte mehr als bislang gedacht.

Das Naturhistorische Museum Basel findet sich unverhofft unter den Top 50 der rund 7000 naturwissenschaftlichen Sammlungen der Welt. Das Basler Haus hütet nicht wie bisher angenommen 7,7, sondern 11,8 Millionen Insekten, Mineralien, Wirbeltiere, Fossilien oder Amphibien. Der "intensiven, systematischen Sammlungsarbeit der letzten Jahre" sei zu verdanken, dass die Zahl der Objekte "heute besser abgeschätzt werden kann als früher", teilte das Naturhistorische Museum Basel (NHB) am Montag mit.

Anlass für die neue Bestandsaufnahme hatten Anfragen der Akademien der Naturwissenschaften Schweiz und des One World Collection Projekts gegeben. Letztmals waren die NHB-Sammlungen 2004 gezählt worden. Damals schätzte man eine Zahl von 7,7 Millionen Objekten.

Digitale Erfassung bietet besseren Überblick

Seither habe die digitale Erfassung einzelner Sammlungen große Fortschritte gemacht und nun einen weit besseren Überblick ermöglicht. Mehrere Objekte der selben Tiergruppe, etwa Käfer, erlauben präzisere wissenschaftliche Aussagen. Bei Beständen von mehreren Millionen Objekten sei indes unmöglich, alles einzeln auszuzählen; stattdessen zähle man zum Beispiel eine Schublade durch und rechne damit den Inhalt eines Schrankes hoch.

Sammlungen wie jene des NHB seien nützlich für die Arbeit von Biologen und Paläontologen, Zoologen oder Mineralogen, hält das Museum weiter fest. So habe man 2018 Besuche von 175 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern registriert. Viele der externen Gäste verbrächten mehrere Tage in den Sammlungen, 2018 waren es insgesamt 435 Tage.