Neue Gebühren für die Friedhöfe

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

Do, 02. Juli 2020

Kandern

Rat beschließt Erhöhung.

Der Gemeinderat Kandern hat neue Grabnutzungsgebühren beschlossen. Nach einer Vorberatung im Verwaltungsausschuss waren verschiedene Varianten erarbeitet und in den Ortschaftsräten diskutiert worden. Ziel dabei war einerseits, einen Kostendeckungsgrad von 60 Prozent zu erreichen (2019 waren es rund 33 Prozent), andererseits wollte man eine Mehrbelastung bei den ohnehin teureren Erdgräbern vermeiden und eher Urnengräber verteuern. Der Rat stimmt mehrheitlich für eine Variante, die die geringste Mehrbelastung für Erdgräber vorsieht: Ein Einzelwahlgrab für Erwachsene kostet neu 1220 Euro, ein Doppelwahlgrab 2775 Euro (bisher 2600), ein Urnenreihengrab 355 Euro (275), ein Urnenwahlgrab 425 Euro (330), ein Grab auf einem anonymen Gräberfeld 205 Euro (200).

Auf Anregung des Bürgers Rainer Scheer, der sich vorab an die Stadtverwaltung gewandt hatte, wurde ein vollkommener Erlass der Gebühren für Gräber verstorbener Kinder unter elf Jahren diskutiert. Dies werde etwa in Karlsruhe gemacht. Stadtkämmerer Benedikt Merkel merkte an, dass man bei Kindergräbern schon jetzt keine Verlängerung nach Ende der Nutzungsdauer einfordere. Der Vorschlag für den Erlass wurde grundsätzlich positiv aufgenommen, in der Diskussion aber als nicht ohne Weiteres über die Gebührenordnung umsetzbar beurteilt. Auf Vorschlag von Bürgermeisterin Simone wurde die Entscheidung vertagt.