Lebensmittelhandel

Neue Technik erkennt Kükengeschlecht noch im Ei

Erich Reimann

Von Erich Reimann (dpa)

Do, 08. November 2018 um 20:30 Uhr

Wirtschaft

Bisher werden in Deutschland jährlich 45 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen getötet, weil sich ihre Aufzucht wirtschaftlich nicht lohnt. Eine Handelskette will das jetzt ändern.

BERLIN. Ob es um die Tötung von Millionen männlicher Küken am ersten Lebenstag oder um die betäubungslose Kastration von Ferkeln geht: Der Umgang mit Schweinen, Rindern und Hühnern in der Massentierhaltung verdirbt immer mehr Verbrauchern den Appetit. Das spüren auch die deutschen Lebensmittelhändler. Sie versuchen – werbeträchtig – Abhilfe zu schaffen und lassen dabei inzwischen die Politik oft alt aussehen.

Das jüngste Beispiel: Rewe. Der Handelsriese hat sich in den vergangenen Jahren aktiv in den Kampf gegen das millionenfache Kükentöten eingeschaltet. Bisher werden jedes Jahr in Deutschland rund 45 Millionen männliche Küken am ersten Lebenstag vergast. Denn ihre Aufzucht ist unwirtschaftlich – sie legen keine Eier und setzen nur schlecht Fleisch an.

Um die Massentötung zu beenden, gründete Rewe zusammen mit holländischen Bruttechnik-Experten die Gemeinschaftsfirma Seleggt. Das Ziel: Eine an der Universität Leipzig entwickelte Technik, um das Geschlecht des späteren Kükens lange vor dem Schlüpfen schon im Brut-Ei zu bestimmen, zur Marktreife zu bringen. Mit einem Laser wird dabei ein winziges Loch in die Eierschale ...

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