Urheberrecht

Nicht alle Urlaubsfotos dürfen zu einem Post werden

Magdalena Jankowska-Gilberg

Von Magdalena Jankowska-Gilberg

Sa, 21. Mai 2022 um 14:00 Uhr

Wirtschaft

Welche Urlaubsfotos kann man auf Facebook, Instagram & Co.stellen? Das hängt unter anderem davon ab, in welchem Land die Aufnahmen gemacht wurden.

Urlaubsfotos werden gerne in sozialen Medien geteilt. Der Eiffelturm in Paris oder die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen sind schöne Motive. Doch dürfen diese bei Facebook, Instagram & Co. veröffentlicht werden? Die Antwort: Jein. Dies ist von der Panoramafreiheit abhängig. In Deutschland ist erlaubt, Fotos von urheberrechtlich geschützter Architektur und dauerhaft ausgestellter Kunst an öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen zu erstellen. Sogar eine kommerzielle Nutzung der Bilder ist möglich. Voraussetzung: Die Motive befinden sich dauerhaft in der Öffentlichkeit und wurden ohne Hilfsmittel wie Drohnen aufgenommen. Doch nicht in allen EU-Ländern gelten dieselben Regeln. So sind in Finnland und Dänemark Skulpturen von der Panoramafreiheit ausgenommen, dürfen eigentlich nicht fotografiert werden. Es sei denn für rein private Zwecke. Doch man gerät schneller in den Verdacht einer kommerziellen Nutzung als man denkt. So ist das Posten eines Fotos des Eiffelturms bei Tag kein Problem. Aber der beleuchtete Eiffelturm bräuchte die Genehmigung des Rechteinhabers, da die Lichtinstallation als Kunst urheberrechtlich geschützt ist. Auch die kleine Meerjungfrau fälllt nicht unter die Panoramafreiheit. Kritisch sind moderne Gebäude, die urheberrechtlich geschützt sind. Solche Motive sollte man im Zweifel nicht auf sozialen Medien veröffentlichen.

Magdalena Jankowska-Gilberg arbeitet als Juristin bei der E-Commerce-Verbindungsstelle Deutschland in Kehl. Sie berät kostenlos zu den Rechten und Pflichten im Onlinehandel.
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.ecommerce-verbindungsstelle.de