Nötig oder nicht nötig?

dpa

Von dpa

Mi, 05. August 2020

Kultur

Freundeskreis will ein eigenes Museum für fränkische Geschichte.

Nach der Eröffnung des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg fordert der Freundeskreis "Die Frankenstimmen" einem Medienbericht zufolge ein eigenes Franken-Museum in Nordbayern. Die Aktivisten können sich als Standort Schweinfurt in Unterfranken oder Bamberg in Oberfranken vorstellen.

Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) verwies darauf, dass es mit dem Museum für Franken auf der Festung Marienberg in Würzburg bereits solch eine Einrichtung gebe. "Es nimmt ganz Franken in den Blick und wird seinen Sammlungshorizont bis in die Gegenwart erweitern." Zudem seien Kunstwerke mit fränkischem Bezug von Münchner Häusern in den Besitz von Museen in Franken gegeben worden.

Rudolf Kondler vom Freundeskreis erklärte seine Vorschläge für die Standortwahl im Bild-Bericht: "Bamberg ist erst 200 Jahre bayrisch, in Schweinfurt wurde vor 20 000 Menschen die Freiheit Frankens gefordert". In einer Dauerausstellung sollen seiner Meinung nach Dürer, der Bamberger Domschatz und die fränkische Geschichte von keltischen Siedlern über Frankenkönig Chlodwig bis hin zum heutigen bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder gezeigt werden.

Seit einem Jahr ist das Landesmuseum zur bayerischen Geschichte geöffnet. Kritiker meinen, dass Franken nicht ausreichend gewürdigt werde. Dies wies der Minister zurück: "Das Museum der bayerischen Geschichte bildet selbstverständlich alle Landesteile ab", sagte Sibler.