Nur leise Freude bei den Schweizern

dpa

Von dpa

Mi, 20. November 2019

Fussball International

Eidgenossen qualifizieren sich erneut für die EM, dennoch gibt es eine Trainer-Diskussion.

GIBRALTAR (dpa). Eigentlich hätten die Schweizer nach dem deutlichen Sieg gegen Gibraltar allen Grund zur Freude. Zum fünften Mal darf die "Nati" an einer Fußball-EM teilnehmen. Und ein 6:1-Sieg, bei dem Cedric Itten (10./84), Ruben Vargas (50.), Christian Fassnacht (57.), Loris Benito (75.) und Granit Xhaka (86.). für die Schweiz trafen, ist auch gegen einen unterlegenen Gegner wie Gibraltar eine Freude für Spieler und Fans. Doch es könnten schwierige Zeiten auf die Mannschaft zukommen, da waren sich die Beobachter am Dienstag weitgehend einig.

Denn vor allem die Zukunft von Trainer Vladimir Petkovic blieb ungewiss. Der Vertrag des 56-Jährigen läuft nach der EM aus – und zu seinen weiteren Planungen äußerte er sich nach dem Spiel nur äußerst vage: "Das schauen wir dann. Gehen wir Schritt für Schritt." In der Schweiz wurde die fehlende Klarheit als Problem für die anstehenden Monate gewertet. Die Neue Zürcher Zeitung konstatierte Unstimmigkeiten zwischen Trainer und Verband, die Zeitung Blick verwies zudem auf Gerüchte, denen zufolge Petkovic beim SSC Neapel im Gespräch sei. Unruhe vor einem großen Turnier hat bisher selten zu überragenden Ergebnissen geführt – und so souverän wie der Sieg einer Quali-Gruppe wirkt, waren die Leistungen der Schweizer nicht immer. "2019 ist das Jahr, in dem sich die Schweizer das Leben selbst unnötig schwer machten", konstatierte das Tagblatt in St. Gallen treffend. Im EM-Jahr 2020 sollte sich das nicht wiederholen.