Diskussionsrunde

OB-Wahlkampf: Salomon schießt scharf

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Sa, 27. Februar 2010 um 15:40 Uhr

Freiburg

Der Reiz dieses Abends lag zweifelsohne darin, dass es eine Premiere im OB-Wahlkampf war: Erstmals trafen die drei OB-Kandidaten Günter Rausch (parteilos), Ulrich von Kirchbach (SPD) und Amtsinhaber Dieter Salomon (Grüne) in einer öffentlichen Diskussion aufeinander.

Die Frage war deshalb: Wie gehen die Drei vor Publikum miteinander um? Wird schiedlich-friedlich debattiert oder scharf geschossen? Tatsächlich konnten es Salomon und von Kirchbach nicht lassen, sich das eine oder andere Scharmützel zu liefern. Vor allem der OB teilte aus. Das sorgte für Aufregung im viel zu vollen Saal.

Womit wir beim Manko des Abends wären: Der Saal im Hotel Rheingold, in den der FDP-Kreisverband geladen hatte, war viel zu klein. Eilig wurden zwar noch Trennwände entfernt, um den Raum zu vergrößern. Trotzdem mussten viele der zirka 400 Zuhörer – darunter sehr viele lautstarke Rausch-Anhänger, die gerne mehr Sozialthemen besprochen gesehen hätten – stehen, während die drei OB-Kandidaten auf Hockern an Stehtische gequetscht saßen. Kurioserweise zeigte sich FDP-Stadtrat Sascha Fiek ebenso überrascht über den "Wahnsinnsandrang" wie Moderator und FDP-Stadtrat Patrick Evers.

Der äußere Eindruck
Salomon und von Kirchbach kamen im feinen Zwirn mit Krawatte, Rausch trug Jackett ohne Krawatte. Salomon war rhetorisch stark, er grinste viel an diesem Abend, anfangs machte er auch einige Scherze, angespannt wirkte er trotzdem. Ulrich von Kirchbach war ernst, konzentriert, gewillt zu kämpfen. Günter Rausch gab sich lockerer als die beiden anderen. Und selbstbewusst. "Pass auf, am Ende wirst du noch gewählt" habe ihm neulich jemand gesagt. "Seitdem macht mir die Idee Spaß."

Attacke ...

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