Öffnung in zwei Schritten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 20. Februar 2021

Kultur

Netzwerk Kulturpolitik Basel begrüßt Plan des Bundesrats.

Der Schweizer Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 17. Februar die Zurücknahme der Lockdown-Maßnahmen in zwei Schritten beschlossen: Am 1. März werden die Museen, Bibliotheken und Geschäfte geöffnet, am 1. April soll es wieder Kultur- und Sportveranstaltungen geben. Nach einer Konsultation der Kantone wird der Bundesrat am 24. Februar über diesen Plan endgültig entscheiden.

Das Netzwerk Kulturpolitik Basel begrüßt die Ankündigung der Wiedereröffnung von Veranstaltungsorten. Wie das Netzwerk in einer Stellungnahme schreibt, sollte dabei das Basler Konzept mit differenzierten Publikumsobergrenzen berücksichtigt werden. Auch eine Planungssicherheit über den Sommer hinaus bleibt ein zentrales Anliegen der Kulturveranstalter. Zahlreiche wissenschaftliche Studien, so die Vereinigung vieler Basler Kultureinrichtungen, kämen zu dem Schluss, dass die Gefahren der Ansteckung und somit die Ausbreitung des Coronavirus bei Veranstaltungen mit Maske tragendem, sitzendem Publikum, das nach diesem Konzept enger sitzt als vergleichsweise in Deutschland, äußerst gering sei. Dabei verweist das Netzwerk auf die Aerosolstudie des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts sowie auf den Abschlussbericht des probeweisen Betriebs der Bayerischen Staatsoper.

Das Netzwerk Kulturpolitik Basel, dem mit Basel Sinfonietta, Madrigalisten, Marionetten Theater, Papiermühle, Camerata Variabile, Gare du Nord, Haus der elektronischen Künste, Junges Theater Basel, Kammerorchester Basel, Kaserne, La Cetra Barockorchester, Roxy Birsfelden, Sinfonieorchester, Stadtkino, Jazz Club "bird’s eye", Theater und Vorstadttheater eine beeindruckende Anzahl an Kulturanbietern angehören, appelliert daher, Konzerte, Theater und Kino mit Publikum ab 1. April wieder zu ermöglichen und verweist darauf, dass im vergangenen Sommer detaillierte Schutzkonzepte erarbeitet, die in den wenigen Wochen der eingeschränkten Möglichkeit, Publikum zu empfangen, sorgfältig und erfolgreich erprobt wurden. Insofern blickt das Netzwerk optimistisch auf den "Kulturfrühling" in Basel.