"Ein Mittel, den Autopiloten anzuhalten"

Akiko Lachenmann

Von Akiko Lachenmann

Sa, 06. Mai 2017

Panorama

BZ-GESPRÄCH mit Günter Hudasch, Meditationslehrer, über das Gute an Entspannung, Konzentration und Gelassenheit.

r trägt nicht das Gewand des Gurus, sondern Kragenhemd und Sakko, wenn er Achtsamkeit in die Unternehmenswelt trägt. Günter Hudasch (63) gehört zu den ersten Meditationslehrern in Deutschland, die ohne religiösen Bezug unterrichten. Akiko Lachenmann fragte ihn, wie Meditation die Gesellschaft verändern könnte.

E
BZ: Herr Hudasch, Sie sind von Haus aus Naturwissenschaftler. Wie sind Sie zur Meditation gekommen?
Hudasch: Ende der 90er Jahre hatte ich beruflich wie privat eine Menge Stress. Ich suchte einen Weg, damit fertig zu werden. Meditation fand ich spannend, doch ich störte mich am ritualisierten Überbau. Aus einem Buch erfuhr ich, dass der Dalai Lama mit dem Wissenschaftler Jon Kabat-Zinn nach Wegen suchte, wie man der Welt eine von der Religion befreite Meditationspraxis näher bringen könnte. Ich holte mir eine CD mit Meditationsübungen von Kabat-Zinn. Sie wirkte Wunder, meine Migräne verschwand.

BZ: Erklären Sie uns kurz, ...

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