Soko in Freiburg

Polizei nach Tötungsdelikt: 24-Jähriger war kein Zufallsopfer

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Fr, 19. Juli 2019 um 11:26 Uhr

Freiburg

Eine 42-köpfige Sonderkommission der Kripo ermittelt nach dem Tod eines 24-Jährigen in Freiburg. Die Obduktion hat bestätigt, dass der Mann umgebracht worden ist.

Mit Hochdruck wird bei der Kripo in Freiburg an der Aufklärung des Falles gearbeitet. Ein Zeuge hatte in der Nacht zum Donnerstag gemeldet, dass an der Vogtsburger Straße im Gewerbegebiet Haid eine männliche Leiche liegen würde. Bei dem Toten soll es sich um einen 24-jährigen deutschen Staatsangehörigen handeln, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte.

Nach jetzigem Sachstand sei davon auszugehen, dass es bei dem Mann nicht um ein Zufallsopfer handle, heißt es in der Pressemitteilung. Nach BZ-Informationen soll der Getötete polizeibekannt gewesen sein. Die Polizei wollte dies auf Nachfrage weder dementieren noch bestätigen.

Der Getötete hat nach BZ-Informationen in Freiburg gelebt. Der Mann soll Deutscher mit nigerianischem Vater sein. Er hat einen großen Freundeskreis, der nun um ihm trauert. Die Freunde gehen davon aus, dass der 24-Jährige nicht im Gewerbegebiet getötet wurde, sondern die Leiche nach der Tat dort abgelegt worden ist. "An Spekulationen werden wir uns nicht beteiligen", sagt dazu Polizeisprecher Martin Lamprecht.

Noch keine Informationen über die Todesursache

Nicht mitgeteilt wurde von der Polizei bislang, wie das Opfer zu Tode gekommen ist. Gefunden wurde die Leiche am Rande des Gewerbegebietes Haid am Übergang zum Bereich mit Feldern und Mooswald. Die Vogtsburger Straße zweigt von der Bötzinger Straße ab. Neben dem Leichenfundort befindet sich die Baustelle des weit fortgeschrittenen Neubaus der Firma Ormed. Die umliegenden Feldwege werden viel von Radlern und Joggern genutzt.

Die Obduktion, so die Polizei, habe den Verdacht eines Tötungsdeliktes bestätigt. Die Hintergründe der Tat würden den Schwerpunkt der laufenden Ermittlungen der Soko "Haid" bilden. Die Ermittler würden vielen Hinweisen nachgehen, heißt es.
Polizei sucht Zeugen

Menschen, die im Bereich des Opferfundortes in der Nacht zum Donnerstag, 18. Juli, verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich umgehend unter Tel. 0761/882-4700 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Google Maps: Hier wurde die Leiche gefunden