Kinder

Polizei warnt vor Machenschaften und Kettenbriefen im Netz

dpa

Von dpa

So, 09. Mai 2021 um 10:46 Uhr

Liebe & Familie

Der Sonntag Horrorkettenbriefe, die den Lesern Angst einflößen sollen, kursieren immer wieder im Netz. Die Polizei warnt vor den Machenschaften und rät Eltern, ihre Kinder auf den richtigen Umgang damit vorzubereiten.

"Du kannst jederzeit den Kontakt abbrechen, ohne dass es für dich selbst oder andere Menschen Konsequenzen hat." Das ist der wichtigste Aufklärungsgrundsatz, mit dem Eltern ihre Kinder auf Horrorkettenbriefe oder gefährliche Wettbewerbe in sozialen Netzwerken und bei Messenger-Chats vorbereiten sollten, rät die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Kinder und Jugendliche müssten verstehen, dass es im Netz Menschen gibt, die andere nicht nur beleidigen und belästigen, sondern ihnen auch bewusst Angst machen wollen. Unter Umständen sei das Versenden von Kettenbriefen sogar strafbar, wenn deren Inhalte über harmlose Späße hinausgingen.

Wer etwa einen Horrorkettenbrief verfasst oder einen solchen weiterleitet, macht sich der Polizei zufolge dann strafbar, wenn der Inhalt etwa eine Gewaltandrohung (§241 StGB) oder Anleitung zu Gewalt (§ 111 Absatz 1 StGB) enthält. So etwas also am besten gleich löschen und keinesfalls teilen, verbreiten oder darauf antworten – auch wenn die Neugierde groß ist, sollte der Kettenbrief nicht weitergeleitet werden. Mitunter wird der Tod nahestehender Menschen oder das Erscheinen eines Monsters angedroht. So kursiere beispielsweise die sogenannte Grusel-Goofy-Challenge, bei der Kinder und Jugendliche mit einem Goofy-Foto angeschrieben werden. Wer reagiert, wird gefragt: "Willst du mit mir spielen?" Wird das bejaht, werde eine "Aufgabe" gestellt, die Kindern immense Angst einflößen könne, warnt die Polizei.