POLIZEINOTIZEN

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 10. Dezember 2019

Weil am Rhein

Festnahme am Zoll

Am Samstagvormittag kontrollierten Kräfte der Bundespolizei am Übergang Weil am Rhein-Otterbach einen 54-Jährigen. Die Überprüfung des in der Schweiz lebenden portugiesischen Staatsangehörigen ergab eine Ausschreibung zur Festnahme im Schengener Informationssystem (SIS). Zum Zwecke der Auslieferung wurde der Mann durch Portugal gesucht. Der 54-Jährige wurde durch die Bundespolizei vorläufig festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Dieser bestätigte die Festnahme und ordnete die Einlieferung in eine Justizvollzugsanstalt an. In Portugal droht dem Mann eine zwölfmonatige Freiheitsstrafe. Zu dieser war er wegen Verletzung seiner Versorgungsverpflichtungen verurteilt worden.

Fälscher fliegen auf

Ein ausgeschriebenes Fahrzeug sowie gefälschte italienische Dokumente konnten am Grenzübergang Weil am Rhein-Autobahn sichergestellt werden.
Beamte des Zolls kontrollierten Samstagnacht dort ein Fahrzeug mit italienischer Zulassung. Im Wagen befanden sich ein 41-jähriger italienischer Staatsangehöriger als Fahrer und ein 35-jähriger deutscher Staatsangehöriger. Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug im Schengener Informationssystem (SIS) durch Italien als gestohlene, unterschlagene oder sonst abhandengekommene Sache zur Sicherstellung ausgeschrieben war. Auch der im Anschluss vorgelegte italienische Zulassungsschein war durch die italienischen Behörden im SIS als gestohlenes Blankodokument zur Sicherstellung ausgeschrieben. In der Folge konnten im Kofferraum zwei totalgefälschte italienische Dokumente mit dem Lichtbild des deutschen Staatsangehörigen sowie ein totalgefälschter Führerschein für eine dritte Person aufgefunden werden. Die beiden Männer wurden an die Bundespolizei übergeben, welche das Fahrzeug und die gefälschten Dokumente sicherstellte. Gegen den 41-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Urkundenfälschung eingeleitet. Der 35-Jährige muss sich wegen Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen verantworten. Nach Abschluss der Maßnahmen konnten die beiden ihre Reise fortsetzen – natürlich ohne das vermutlich gestohlene und sichergestellte Fahrzeug und die gefälschten Dokumente. Einmal mehr zeigte sich, wie hilfreich ein rascher grenzüberschreitender elektronischer Datenabgleich ist, der, zumindest im europäischen Raum, auch zu funktionieren scheint.