Bei "Peggy Perfect"

Rascher Einsatz der Feuerwehr in Murg verhindert Schlimmeres

Martin Köpfer

Von Martin Köpfer

Mo, 29. Juni 2020 um 14:12 Uhr

Murg

In der Firmenhalle von "Peggy Perfect" hatte sich ein Hubwagen entzündet, der gelöscht wurde. In der Halle lagerten Kartons mit hochbrennbarem Inhalt.

Ein brennender Hubwagen in der Firmenhalle von "Peggy Perfect" (ehemals Bürsten Maier) in Murg hat am Sonntagabend zu einem Einsatz der Feuerwehren aus Murg und Laufenburg geführt. Gegen 17.30 Uhr war nach Polizeiangaben die starke Rauchentwicklung aufgefallen, es wurden die Rettungseinheiten verständigt.

Der Ausrückebereich Süd der Feuerwehr Murg wurde gemeinsam mit der Polizei und dem DRK Rettungsdienst Bad Säckingen informiert, dass es zu einer unklaren Rauchentwicklung im Dachbereich in dem Fabrikgebäude in Murg gekommen sei. Als die ersten Einsatzkräfte bereits nach wenigen Minuten an der Einsatzstelle eintrafen, bestätigte sich diese Meldung.

Deutlicher Brandgeruch war wahrnehmbar, und aus dem kompletten Dachbereich drang Rauch aus, berichtet die Feuerwehr Murg auf ihrer Facebook-Seite. Deshalb sei das Einsatzstichwort umgehend auf Feuer 3 (Großbrand) erhöht und weitere Einsatzkräfte und Fahrzeuge zur Einsatzstelle beordert worden. Zur selben Zeit verschaffte sich der erste Angriffstrupp gewaltsam Zugang in die Halle. "Das Gebäude war abgeschlossen, die erste Tür, die wir geöffnet haben, war die richtige", berichtet Kommandant Stefan Fräßle, so dass der Trupp schnell auf den brennenden Hubwagen gestoßen sei. In der Umgebung seien viele Kartons gelagert worden mit hochbrennbarem Inhalt wie etwa Besen, berichtet Fräßle weiter. Hätte das Feuer darauf übergegriffen, wäre die Halle wohl nicht zu retten gewesen, sagte er. Bei der Erkundung im Inneren des Gebäudes wurde ein brennender Elektro-Hubwagen festgestellt, der für die Rauchentwicklung verantwortlich war. Umgehend wurde die Brandbekämpfung eingeleitet und somit ein schneller Löscherfolg erzielt, berichtet die Feuerwehr weiter: "Glücklicherweise haben sich die gelagerten Kartons und Paletten, die eine massive Brandlast darstellten, noch nicht entzündet."

Batterie entzündete sich immer wieder

Der Hubwagen wurde ins Freie gebracht und weiterhin bewässert, da sich die Batterie immer wieder entzündete. Der Hubwagen wurde danach in die Mulde geschoben und diese mit Wasser gefüllt, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Die ebenfalls alarmierte Freiwillige Feuerwehr Laufenburg fuhr die Einsatzstelle mit der Drehleiter und einem Löschfahrzeug an, musste aber nicht mehr tätig werden. Das HLF der Feuerwehr Bad Säckingen sowie der THW-Fachberater des Technisches Hilfswerks, Ortsverband Laufenburg, und der Kreisbrandmeister konnten ihre Anfahrten abbrechen. Nach umfangreichen Belüftungsmaßnahmen und der Kontrolle mittels Wärmebildkamera konnte die Einsatzstelle nach rund zwei Stunden von der Feuerwehr an den Eigentümer übergeben werden.

Gebäudeschaden entstand laut Polizeiangaben keiner, der Schaden am Hubwagen dürfte bei rund 2500 Euro liegen. Eine zunächst veröffentlichte Warnung wegen ausgetretener giftiger Stoffe bestätigte sich nicht und wurde wieder zurückgenommen.