Immer noch auffällig genug

Hans-Henning Kiefer

Von Hans-Henning Kiefer

Sa, 08. Februar 2020

Auto & Mobilität

NEUVORSTELLUNG: Nissan Juke.

Bullig wie ein American-Footballspieler, so präsentierte sich der Nissan Juke bei seinem Erscheinen vor zehn Jahren. Die Form polarisierte. Mit der neuen Generation ist sie verbindlicher geworden.

Der Neue ist gefälliger, aber immer noch auffällig genug, bietet mehr Platz und alle Assistenz-, Unterhaltungs- und Informationssysteme, die nun auch in den kleinen Fahrzeuge Einzug halten.

Bei einem ersten Test stand die mit 24 500 Euro – und einigen Extras 27 370 Euro – als N-Connecta mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe teuerste Version des auf 19-Zoll-Rädern daherkommenden Juke zur Verfügung. Nachdem schon beim Vorgänger ein Dieselaggregat aus dem Motorraum verbannt wurde, gibt es den sanft abrollenden und Kurven behände nehmenden Juke nur mit Frontantrieb und einer einzigen Motorvariante: Ein 1,0-Dreizylinder-Turbo mit 86 kW/117 PS produziert ein maximales Drehmoment von 180 Nm, das zwischen 1750 und 4000 Umdrehungen pro Minute anliegt, was für ein unten herum sehr direktes, oben hinaus etwas müdes Ansprechverhalten sorgt. Das aber verträgt sich letztlich sehr harmonisch mit dem sportlichen Siebengang-Dopplungsgetriebe (DCT). Erstmals gibt es dafür auch Schaltwippen am Lenkrad, mit denen sich das Fahrverhalten schärfer stellen lässt, erst recht, wenn ein optionaler Dynamikmodus mit den drei Stufen Eco, Standard und Sport geordert wird. Ein Propilot genanntes System erlaubt teilautomatisiertes Fahren. Die Verbrauchswerte werden mit 4,8 bis 5,1 Liter auf 100 Kilometer angegeben.

Auch im Innenraum macht der neue Juke nichts verkehrt, der in unterschiedlichen Lacken für Karosserie und Dach geordert werden kann. Da ist zum einen der verlängerte Radstand von zehn Zentimetern, der allen Insassen mehr Freiraum gönnt und den Kofferraum von 422 bis 1305 Liter fassen lässt. Der lässt sich dank einer breiteren Heckklappe leichter be- und entladen. Klar, im B-Segment kommt auch Hartplastik zum Einsatz. An den entscheidenden Stellen Armaturenbrett und Türverkleidungen aber wartet der Juke mit weichen Materialien auf. Nicht zuletzt gibt’s drei verschiedene Innenraumfarben – von Schwarz über Rot bis Weiß.

Bereits die Einstiegsversion Visia bietet eine umfangreiche Serienausstattung – unter anderem ein Audiosystem , Klimaanlage, höhen- und tiefenverstellbares Lenkrad, Fahrinfosystem mit 4,2-Zoll-TFT-Farbdisplay, Geschwindigkeitsregelanlage, Voll-LED-Scheinwerfer und Rückleuchten, Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Spurhalte-Assistent mit Lenkeingriff, Verkehrszeichenerkennung, Fernlicht- und Berganfahr-Assistent – kein schlechtes Paket für 18 990 Euro .