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Bildung

Wie die Digitalisierung Lernprozesse verändert

Wulf Rüskamp

Von Wulf Rüskamp

Do, 30. November 2017 um 09:43 Uhr

Bildung & Wissen

BZ Plus Die Kreidezeit neigt sich dem Ende zu. Doch wie kann das Lernen und Lehren mit digitalen Medien gelingen? Lehrer müssen sich von ihrem Selbstbild trennen und zu Lernbegleitern werden.

Das Epidiaskop gehört zu jenen Geräten, die aus unserer technischen Alltagswelt verschwunden sind. Vor 40 Jahren war es unentbehrlich, um etwa die Abbildung aus einem Buch für einen Vortrag an die Wand zu projizieren. Das Ergebnis war meist etwas licht- und farbenschwach, auch litt das Buch unter dem Anpressdruck – aber was sollte man machen?

Die Antwort heute: Abfotografieren mit der Digitalkamera, am Computer so bearbeiten, dass es keine Ränder und Blendpunkte gibt, und das Ganze entweder in eine Power-Point-Präsentation oder gleich in ein Lernprogramm einbauen. Schlaue suchen im Internet, ob dort das Bild nicht schon vorhanden ist. Ist das schon digitale Bildung?

Digitalisierung in vier Stufen
Klaus Zierer, Professor für Schulpädagogik an der Universität Augsburg, würde darauf wohl mit Nein antworten. Er hat für die Digitalisierung vier Stufen definiert. Die erste ist die Substitution, also der Ersatz alter analoger durch digitale Medien – wie das Beispiel Epidiaskop durch Fotoapparat, Computer und Beamer. Der nächste Schritt ist die Augmentation, die Erweiterung, indem man etwa aus dem Internet zusätzliche Informationen und weitere Bilder abruft. Beide Schritte sind technischer Natur – für den Lernprozess ändert sich nichts, der Unterricht, die Vorlesung kann ablaufen wie bisher.

Erst der dritte Schritt hat Folgen für das Lernen, die Modifikation, mit der sich die Bearbeitung von Aufgaben ...

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