Wie natürliche Zähne

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 13. Februar 2020

Gesundheit & Ernährung

Keramik als Zahnersatz punktet mit Verträglichkeit und der Ästethetik.

Wer bei Zahnersatz in puncto Ästhetik keine Kompromisse eingehen möchte und Wert auf gute Verträglichkeit legt, ist mit Keramik gut beraten, empfiehlt die Initiative Pro Dente in einer Pressemitteilung.

Das Wort Keramik kommt vom altgriechischen Begriff keramos. Er bedeutet gebrannte Erde. Erdmaterialien können bei hohen Temperaturen gebrannt und dadurch gefestigt werden. Die heutigen Dentalkeramiken leiten sich vom erstmals in China hergestellten Porzellan ab. Mit Quarz, Feldspat und Kaolin beinhalten sie dieselben Ausgangsstoffe wie herkömmliches Porzellan, nur in anderen Zusammensetzungen. Eine Vielzahl keramischer Werkstoffe bis hin zu Hightechkeramiken, die ursprünglich aus der Raumfahrt stammen, steht zur Verfügung.

Im Dentallabor entstehen aus Keramik Einlagefüllungen wie Inlays und Onlays, Teilkronen, Kronen, Vollkronen oder Brücken und Veneers, sogar Aufbauten (sogenannte Suprakonstruktionen) für Implantate sind möglich. Gerade im sichtbaren Bereich der Zähne legen Patienten Wert darauf, dass der Zahnersatz möglichst natürlich aussieht. Der Zahntechniker kann Zahnersatz aus Keramik anfertigen, der ähnlich lichtdurchlässig ist wie ein natürlicher Zahn. Keramik reflektiert auch das einfallende Licht vergleichbar wie natürliche Zähne. Der Zahntechniker passt den Zahnersatz zudem der individuellen Situation an.

Ein weiterer Pluspunkt: Keramik ist sehr gut verträglich. Allergien oder Wechselwirkungen mit anderen Materialien sind bisher nicht bekannt. Von allen in der Zahntechnik verwendeten Materialien wird sie am besten vertragen. Auf der glatten Oberfläche der Keramik lagert sich nur wenig Zahnbelag (Plaque) an. Zudem besitzt Keramik eine geringe Temperaturleitfähigkeit. Zu beachten ist allerdings, dass die meisten Keramiken mit Kunststoffklebern eingesetzt werden müssen.

Bei der Entscheidung für einen Zahnersatz aus Keramik hat der Zahnarzt immer die Situation des Patienten zu beachten. Knirscht oder presst der Patient häufig stark mit den Zähnen, kann sich dies nachteilig auf die Keramik auswirken. Außerdem ist zu prüfen, ob die vorhandenen Zähne für die anspruchsvolle Präparation, das Vorbereiten etwa durch Beschleifen, und den notwendigen Platzbedarf für die Keramik geeignet sind. Der Zahnarzt muss Patienten über die Regelversorgung bei notwendigem Zahnersatz aufklären.