Live besser als Konserve

dpa

Von dpa

Sa, 04. Juli 2020

Haus & Garten

Video kein Ersatz für eine Hausbesichtigung.

Ein 360-Grad-Video ist kein Ersatz für eine reale Hausbesichtigung, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). In Corona-Zeiten würden manche Makler das den Interessenten anbieten. Doch wer eine Immobilie kaufen will, sollte sie sich vorher immer selbst ansehen, am besten mehrmals. Mit entsprechendem Abstand ist das auch während der Pandemie möglich.

Ein typisches Problem bei Videoaufzeichnungen sei etwa die verzerrte Wirkung. Räume könnten so viel größer wirken, als sie sind. Außerdem würden Problemstellen gar nicht erst gezeigt. Wer selbst vor Ort ist, könne auch in die Ecken schauen. Muffiger Geruch weise auf Schimmelbildung hin. Genauso wenig seien Risse, wellige Tapeten oder gesenkte Bodenbeläge im Film gut zu erkennen. Auch Dachräume oder die Dämmung könnten live besser beurteilt werden.

Wer sich beim Kauf nur auf ein Video verlasse, riskiere teure Sanierungsarbeiten im Nachhinein. Denn ein Haus wird stets gekauft wie besehen. In der Regel wird die Haftung für Mängel beim Verkauf einer gebrauchten Immobilie regelmäßig ausgeschlossen.