Restholz-Verwendung hilft dem Klimaschutz

Wilfried Geiger

Von Wilfried Geiger (Gersbach)

Fr, 30. September 2022

Schopfheim

SPD-ANTRAG
Zur SPD-Forderung zum Verzicht auf Holz und Pellets (BZ vom 13. September):
Für eine klimaneutrale Zukunft ist es sicherlich richtig die verschiedenen Ressourcen zu nützen, dazu zählen unter anderem PV-Anlagen, Erdwärme, Wasserkraft, Abwärme aus Abwasser aber auch Restholz. Beim Holzeinschlag ist es selbst bei der Naturverjüngung aus Gründen der Bestandspflege unerlässlich, stärkeres Restholz aus dem Wald zu entfernen und dies zum Beispiel am Wegrand zu lagern. Durch die Holzzertifizierung wird gewährleistet, dass ausreichend Restholz im Wald verbleibt. Zur Zeit lagern entlang der Waldwege in Gersbach unzählige Polter mit Restholz zum Beispiel für Hackschnitzel, ohne dass bisher ein Abnehmer gefunden werden konnte. Sofern dieses Holz verfault, entsteht ohne Energiegewinnung CO2. Durch die Bewirtschaftungspläne im Gemeindewald und die geschätzte Einschlagmenge im Privatwald kann die Restholzmenge (Derbholz) abgeschätzt und so das Energiepotenzial ermittelt werden. Durch die Verwendung dieses Restholzes im Bereich Schopfheim mit geringen Transportwegen kann somit ein Beitrag zum Klimaschutz erreicht werden. Für die Stadt bestünde zukünftig außerdem die Möglichkeit, das Restholz aus dem Stadtwald als Hackschnitzel zur energetischen Nutzung für die stadteigenen Gebäude selbst zu nutzen. Somit wäre nicht nur die Versorgungssicherheit gewährleistet, sondern es stünde auf Dauer ein kostengünstiger und klimaneutraler Brennstoff zur Verfügung.

Wilfried Geiger, Gersbach