Mitmachen beim Klimaschutz lohnt sich

Ingrid Böhm-Jacob

Von Ingrid Böhm-Jacob

Sa, 09. Februar 2019

Rheinfelden

Die Stadt zeichnet die Preisträger des Ideen-Wettbewerbs mit Geld und Urkunden aus.

RHEINFELDEN. Die Farbe der Urkunden hat Signalcharakter: Leuchtend blau und grün sind sie und enthalten, symbolisch für alle hellen Köpfe, die sich für den Klimaschutz etwas einfallen lassen, eine Glühbirne im Signet.

Die Preisträger des Wettbewerbs 2018 durften sich am Donnerstagabend über die Anerkennung der Stadt auch mit einer finanziellen Auszeichnung für ihre beispielhaften Projekte im Bau- und Umweltausschuss freuen. Die Jury, in der der Geschäftsführer der Energieagentur Südwest, ein Fachmann für Wärme- und Energielösungen, ein Mitglied beim Grünen Gockel, die Leiterin der VHS und die städtische Klimaschutzmanagerin vertreten waren, haben in der Kategorie Mitmachprojekte das Schülerteam Lena Preiss, Franziska Baranowski, Vivians Pazmany und Vincent Glaw aus dem Bereich Umwelttechnik des Technischen Gymnasiums auf Platz eins gesetzt. Unter dem Motto "Rettet Rheinfelden – ist Plastikmüll ein Verbrechen?" haben die Schüler Ideen und Aktionen zur Müllvermeidung entwickelt und an der Schule bei einem Tag der offenen Tür viele Menschen erreicht.

Dabei haben sie gezeigt, dass auch eine Tetra-Box einen Wert hat. Die Schüler haben Stofftaschen unter die Leute gebracht, die bemalt und bedruckt werden konnten und ihre ganze Bestellung auch verkauft. Sie haben in Lebensmittelmärkten dafür geworben, auf Plastik als Verpackung zu verzichten. Unterstützung erhielten die Aktiven unter anderem von Vogt Plastics, die in Rheinfelden recyceln mit Präsentationsmaterial, das den Weg des Mülls darstellt.

In der Sitzung erläuterten die Schüler nicht nur ihr erfolgreiches Mitmachkonzept, sondern erklärten auch, wie sie das Preisgeld von 500 Euro einsetzen: Sie installieren dafür Bottleboxen, um Pfandflaschen zu sammeln und weiterhin Fairtrade-zertifizierte Stofftaschen zu verkaufen. Derf OB kommentierte das Ergebnis nach dieser Präsentation mit "verdienter erster Preis" und fand, dass das Thema einen "wunderbaren Unterrichtsstoff"für ein technisches Gymnasium abgebe.

Die "Jugendputzete im Hertener Loch" erhielt für das beispielgebende Vorgehen 300 Euro. Ein Vertreter des Tennisvereins erklärte die Initiative, die 2016 mit den Kindern im Verein entstand. Die Jugend mache erfreulich gerne mit und erlebe dabei, wie sich die Müllsäcke füllen. Birgitt Kiefer vom Familienzentrum freute sich über 250 Euro für die Tauschbörsen für Pflanzen im Vacono-Dome und die Kleidertauschbörse. Beide Male werden, ohne Geld in die Hand zu nehmen, Dinge im Nutzerkreislauf gehalten.

Joachim Schoch-Bösken aus dem Kirchenteam Grüner Gockel konnte für die Kooperation mit Temperatur-Datenloggern (die BZ berichtete) 500 Euro entgegennehmen. Noch werden die Geräte in elf kirchlichen Gebäuden eingesetzt. Wenn mit dem Preisgeld weitere gekauft werden, ist auch eine Ausleihe an öffentliche Einrichtungen denkbar.