"Rheinfelden hat eine sehr gute Position""Rheinfelden hat eine sehr gute Position"

ibö

Von ibö

Sa, 25. April 2015

Rheinfelden

BZ-INTERVIEW mit Hans Rudolf Henche / Der Vorsitzende des Fördervereins Kreiskrankenhaus schließt aber einen zentralen Neubau als Zukunftslösung nicht aus.

RHEINFELDEN. Die Kliniken GmbH des Landkreises arbeitet an einer strategischen Grundsatzentscheidung. Dafür wurden sieben Zukunftsszenarien entwickelt: Vom Neubau eines zentralen Krankenhauses im Wiesental bis zur Schließung einzelner Standorte. Der Krankenhausförderverein Rheinfelden setzt sich bereits intensiv mit dem Konfliktthema auseinander. Für Vorsitzenden Hans Rudolf Henche, den früheren Chefarzt der Orthopädie, steht außer Frage, dass der Verein und seine Mitglieder für den Erhalt des Standorts Rheinfelden kämpfen, falls eine Schließung droht. Ingrid Böhm-Jacob sprach mit ihm über Lösungen.

BZ: Die Rheinfelder hängen an Ihrem Krankenhaus. In der Vergangenheit haben Bürger lange Unterschriftenlisten mit ihren Namen gefüllt, um für den Erhalt des Standorts zu kämpfen. Inzwischen läuft der Betrieb wirtschaftlich, warum trägt der Erfolg nicht auch in der Zukunft?
Henche: Das kommt daher, dass durch die vielen Reformen die Verwaltungen gezwungen sind, als Wichtigstes nach der Ökonomie zu schauen, medizinische Belange sind zunehmend in den Hintergrund getreten. Die Verwaltung bestimmt alleine, wohin der Weg führt. Es muss ein Gewinn gemacht werden und zwar ein Gewinn, bei dem auch Investitionen möglich sind. Wenn nur eine schwarze Null dasteht, dann muss der Träger die teuren Investitionen zahlen. Bei den privaten Krankenhäusern ist das sehr ausgeprägt, diese machen Gewinn und zwar so viel, dass sie die Investitionen bezahlen können und noch an ihre Aktienbesitzer Dividenden auszahlen. Bei öffentlichen Krankenhäusern geht das deshalb so schwer, weil die Medizin einen gewissen Vorrang hat. Wir müssen alles behandeln, wir können keine Patienten abweisen und es gibt auch keine Vorgaben, dass der Chefarzt so und so viel hereinholen muss.
BZ: Das heißt, die Kreiskliniken haben Handlungsbedarf, damit sie zukunftsfähig bleiben?
Henche: Ja, es gibt Handlungsbedarf, weil die GmbH nicht genügend Einnahmen mit den drei Kliniken hat und die nötigen Investitionen nicht aus der eigenen Tasche ...

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