Rosenhof-Erweiterung wird konkret

Paul Eischet

Von Paul Eischet

Fr, 06. Dezember 2019

Kleines Wiesental

Gemeinderat stimmt geändertem Entwurf des Bebauungsplanes zu / Veranstaltungshalle, Künstlerateliers und Arztpraxis geplant.

KLEINES WIESENTAL. In der Sitzung am Mittwoch gab es für die Gemeinderäte des Kleinen Wiesentals kaum Anlässe für ausgiebige Diskussionen. Hauptsächlich ging es um Informationen und Abstimmungen über zwei gewichtige Bebauungsvorhaben: Die Erweiterung des Rosenhofs in Schwand mit neue n Wohnungen und Dienstleistungen sowie um Neubauten in Wies-Stockmatt.

Rosenhof: Der 1999 von der spanischen Tänzerin und Tanzpädagogin Pilar Buira Ferre gegründete Kulturraum Rosenhof organisierte bereits zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, darunter Konzerte, Theatervorführungen, Kunstausstellungen sowie einen jährlich stattfindenden Sommerzirkus für Kinder. Nunmehr sollen eine Veranstaltungshalle, eine Gaststätte, Künstlerateliers, eine Arztpraxis sowie neue Mehrgenerationen-Wohneinheiten entstehen. Dafür war die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig, dessen Vorentwurf vom Gemeinderat im Oktober 2018 gebilligt wurde. In den beiden Folgemonaten wurde die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger durchgeführt. Die sich daraus ergebenden Stellungnahmen wägte der Gemeinderat ab, billigte eine Planungsänderung und beschloss eine von Mai bis Juni 2019 währende Offenlage. Aufgrund von sechs Rückmeldungen ergaben sich Änderungen, die nun eine erneute Offenlage zur Folge haben.

Stadtplanerin Birgit Auzinger von der Lörracher Stadtbau-GmbH erläuterte den aktuellen Bebauungsplan. Ihren Ausführungen zufolge wurde der Flächennutzungsplan geändert. Weil das Regierungspräsidium die Wohnnutzung in einem zuvor als Sondergebiet ausgewiesenen Bereich begrenzen wollte, wurde dieser kurzerhand in ein Mischgebiet umgewandelt, da in einem solchen Wohnnutzung zulässig ist. Der Wechsel hin zu einem Mischgebiet sei ein guter Schachzug gewesen, meinte Auzinger. Im ursprünglichen Plan war das Sondergebiet als "Kulturzentrum" ausgewiesen. Da die geplante Einrichtung von medizinischen Räumen nicht der Zweckbestimmung entsprach, wurde diese in "Kultur, Kunst, Bildung und Gesundheit" geändert. Der Gemeinderat billigte den geänderten und ergänzten Entwurf des Bebauungsplanes Rosenhof und beauftragte die Verwaltung mit der öffentlichen Auslegung. Eine durch den Bebauungsplan Rosenhof bedingte und im Parallelverfahren durchzuführende Änderung des Flächennutzungsplanes – die vierte seit 1987 – wurde ebenfalls gebilligt.

Stockmatt-Weiherbuck: Im Ortsteil Wies-Stockmatt befinden sich in direkter Nachbarschaft zum Ferienhausgebiet mit dem Bebauungsplan "Riese II A" einige landwirtschaftlich genutzte Gebäude im Außenbereich. Im Interesse der Eigenentwicklung der Ortsteile sollen hier nördlich des Feriendorfes Stockmatt zusätzliche Wohneinheiten entstehen.

Für eine Fläche von etwa 0,36 Hektar soll dort nun ein Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat Kleines Wiesental in der Sitzung zu.